Schumacher setzt Ausrufezeichen - Vettel top

Barcelona (dpa) - Michael Schumacher hat pünktlich vor dem Großen Preis von Spanien ein Ausrufezeichen gesetzt, an Sebastian Vettel kam der Rekordweltmeister im überarbeiteten Silberpfeil aber nicht heran.
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Michael Schumacher hat beim Freien Training vorne mitgemischt.
dpa Michael Schumacher hat beim Freien Training vorne mitgemischt.

Barcelona (dpa) - Michael Schumacher hat pünktlich vor dem Großen Preis von Spanien ein Ausrufezeichen gesetzt, an Sebastian Vettel kam der Rekordweltmeister im überarbeiteten Silberpfeil aber nicht heran.

Dem Kerpener fehlten beim Freitagstraining am Ende fast acht Zehntelsekunden auf Red-Bull-Pilot Vettel, doch Platz drei dürfte ihm weiteren Mut für den Europa-Auftakt der Formel 1 machen. «Es war klar zu erkennen, dass Michael Schumacher mit unserem für die Europa-Premiere überarbeiteten Auto deutlich besser und vor allem schneller unterwegs war als zuletzt vor drei Wochen in China», stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug fest. «Freitag ist nicht so wichtig. Da geht es eher im die goldene Ananas», warnte Vettel vor übereilten Rückschlüssen.

Angesichts des Rückstands auf Vettel, der in 1:19,965 als einziger unter 1:20 Minuten blieb, und den Tageszweiten Mark Webber im zweiten Red Bull räumte Haug aber auch ein: «Es fehlt noch ein gutes Stück zur Spitze - die Bäume wachsen nicht in den Himmel.» Schumachers Teamkollege Nico Rosberg kam mit dem weiterentwickelten Silberpfeil noch nicht ganz so gut zurecht. Er belegte letztlich den siebten Rang - 1,306 Sekunden hinter Vettel.

«Nico hat noch etwas Abstimmungsarbeit vor sich - er kann sich morgen noch steigern», erklärte Haug, nachdem am MGP W01 der Radstand für die Rückkehr nach Europa verändert worden war und eine neue und aufsehenerregende Airbox hinter dem Fahrer Premiere feierte. Die getrennten Lufteinlässe wurden vom Überrollbügel etwas weiter nach hinten und nach unten versetzt. Durch die neue Airbox-Lösung soll der Motor besser gekühlt und die Luftströmung auf den Heckflügel verbessert werden. Kein anderes Team hatte beim Europa-Auftakt der Königsklasse ein derartiges System.

Doch für Vettel und Webber scheint die Luft deswegen nicht unbedingt dünner zu werden. So wie fast alle anderen Teams sind auch die Autos der beiden Red-Bull-Kollegen nach dem China-Rennen überarbeitet worden. «Es war noch ein ziemlicher Akt, alles anzupassen», sagte Vettel.

Seinen vorherigen Worten, Pole und Sieg auf dem Circuit de Catalunya holen zu wollen, ließ er schon mal die ersten kleinen Taten folgen. Souverän raste der Heppenheimer an die Spitze der Tageswertung. Lokalmatador Fernando Alonso kam im Ferrari auf den vierten Platz. Lewis Hamilton, Erster im ersten Training am Vormittag, wurde im McLaren-Mercedes Fünfter, Teamkollege und WM-Spitzenreiter Jenson Button Neunter. Adrian Sutil aus Gräfelfing landete im Force India einen Platz dahinter, Nico Hülkenberg wurde nach einem Abflug mit dem Williams 18. Timo Glock fand sich im Virgin am Ende des Feldes wieder.

Vorne mischte dagegen Schumacher wieder mit. Lob hatte Bruder Ralf schon nach der ersten Session parat. «Hier im Freien Training hat man eben schon gesehen, dass das Ganze schon viel besser aussieht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich dieses Jahr noch einige entschuldigen werden», sagte Ralf Schumacher im TV-Sender Sky.

In der WM-Wertung hat Michael Schumacher vor dem 5. Saisonlauf und seinem 255. Grand Prix am 9. Mai als Zehnter zehn Punkte auf dem Konto. Teamkollege Rosberg ist Zweiter mit 50 Zählern hinter Button (60). Alonso, der sein Heimrennen nach 2006 unbedingt wieder gewinnen will, ist Vierter, punktgleich mit Hamilton (49). Vettel folgt auf Platz fünf (45).

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