Mehr Feinde als Freunde

Im WM-Kampf ist Fernando Alonso der einzige Rivale von Sebastian Vettel. Doch auch einige andere Fahrer könnten dem Deutschen noch in die Quere kommen.
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Im WM-Kampf ist Fernando Alonso der einzige Rivale von Sebastian Vettel. Doch auch einige andere Fahrer könnten dem Deutschen noch in die Quere kommen.

München - Vor dem Abflug zum Showdown in Sao Paulo blieb Sebastian Vettel noch einen Tag zur Erholung in Austin.

Akku aufladen war angesagt, ehe er Dienstagmittag nach Brasilien abhob, wo er sich am Sonntag (18 Uhr, RTL und Sky live) zum dritten Mal hintereinander zum Weltmeister krönen möchte. "Jetzt geht es zurück an die Arbeit, um unser großes Ziel endlich zu erreichen", sagte Vettel vor dem Abflug.

Fernando Alonso dagegen, Vettels einzig verbliebener Rivale (13 Zähler Rückstand), flog lieber für ein paar Tage nach New York, er will das pralle Leben in Big Apple genießen. Erst am Donnerstag will er nach Brasilien reisen. Unterschiedlicher kann man sich nicht auf das Saisonfinale vorbereiten.

Während Alonso sich demonstrativ gelassen zeigte, musste Vettels Boss, Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko, Vettel und dem Team diese Ruhe und Gelassenheit quasi von oben verordnen. "Die Jetons liegen bei uns. Vom Blutdruck her müssen wir jetzt noch eine Woche aushalten", sagte er.

Einen ganz schön erhöhten Blutdruck hatten Marko und Vettel dagegen schon letzten Sonntag. Weil Vettel und Red Bull sich vom Inder Narain Karthikeyan beim Überrunden behindert fühlten und in der Folge Lewis Hamilton Vettel überholte, verlor Marko die Contenance. "Sch.., Karthikeyan", sagte der Österreicher.

Der Beschuldigte wies die Schuld von sich. "Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören", sagte er, "im Fahrerbriefing wurde uns erklärt, dass wir dort niemanden vorbei lassen sollen. Vettel war bei dem Briefing dabei. Hat er nicht zugehört, oder was? Und wenn, warum beschwert er sich dann? Aber das tut er ja ohnehin zu oft und zu heftig. Und das regt mich langsam auf."

Auf Karthikeyans Schützenhilfe braucht Vettel beim Saisonfinale nicht hoffen. Und überhaupt hat der Weltmeister unter den Rivalen mehr Feinde und Neider denn Freunde. Sogar sein Teamkollege Mark Webber musste vom Team mehr oder weniger genötigt werden, Vettel zu unterstützen.

Wirkliche Verbündete hat Vettel im Fahrerlager nur in seinem Vorbild und Kumpel Michael Schumacher, Kimi Räikkönen, Jenson Button und Timo Glock.

Gleich zehn der 23 anderen Fahrer wünschen derweil mehr oder weniger unverhohlen Alonso den Titel. Darunter in Karthikeyans Teamkollege Pedro de la Rosa, Paul di Resta (Force India) und Bruno Senna (Williams) alles Fahrer, die Vettel möglicherweise wird überrunden müssen am Sonntag.

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