Kubica schreit nach Hilfe, Heidfeld hört weg

Platz machen für die Nummer 1? Bei BMW streiten die beiden Fahrer über eine fehlende Stallregie.
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Fuhr in China auf den sechsten Platz: Zufrieden war Robert Kubica danach nicht.
dpa Fuhr in China auf den sechsten Platz: Zufrieden war Robert Kubica danach nicht.

Platz machen für die Nummer 1? Bei BMW streiten die beiden Fahrer über eine fehlende Stallregie.

SHANGHAI Robert Kubica sah etwas geladen aus, als er gestern aus seinem BMW stieg. Klar, nach seinem sechsten Rang hatte sich seine schon vorher eher geringe WM-Chance endgültig erledigt. Als Elfter musste er gestern ins Rennen gehen, der sechste Platz war das beste, was er aus der vermurksten Situation noch herausholen konnte. Das sah auch sein Chef, BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, so: „Robert ist ein gutes Rennen gefahren. Genauso wie Nick, der von Rang neun auf fünf gefahren ist. Heute haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten alles erreicht“, sagte Theissen zufrieden.

Dass sein Chef Recht hatte, wusste auch Kubica.

Er aber war nicht zufrieden. Kubica ehrgeizig, bisweilen auch etwas mehr als das. Und deswegen klang er gestern auch leicht angefressen, als er auf seinem Rückweg in die Box auf seinen Teamkollegen Nick Heidfeld angesprochen wurde: „Was willst du hören?", fragte er auf Italienisch, „mag sein, dass es für jemanden keine Bedeutung hat", sagte er, ehe er sich buchstäblich auf die Lippen biss. Jemand, das war in diesem Fall Teamkollege Nick Heidfeld, vor dem Kubica gerne gelandet wäre, um nicht noch mehr Vorsprung auf Kimi Räikkönen in der WM-Wertung zu verlieren. Ein Rennen vor Schluss liegt Kubica nur noch sechs Punkte vor dem Noch-Weltmeister auf Rang drei. „Ich will alles daran setzen, diesen Platz zu verteidigen", meinte Kubica. Und deshalb wäre es ihm am liebsten gewesen, wenn Heidfeld ihn gestern, so wie es Räikkönen mit Massa tat, vorbeigelassen hätte. „Warum hätte ich das tun sollen?“, fragte Heidfeld zurück. „Wenn es um die WM gegangen wäre, ok, aber so?" Jedenfalls sei eine Stallregie bei der Teambesprechung in Shanghai nie ein Thema gewesen, meinte Heidfeld achselzuckend.

Kubicas Ausbruch aber zeigt deutlich, welchen Stellenwert der Pole bei BMW mittlerweile für sich beansprucht. Er verlangt den Nummer-1-Status für sich. Schließlich will er 2009 Weltmeister werden.

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