Kubica bläst zum Angriff auf WM-Titel

Nach dem Premieren-Sieg mit BMW-Sauber in der Formel 1 bläst der Pole Robert Kubica doch schon in dieser Saison zum Angriff auf den WM-Titel.
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Robert Kubica (l) und Nick Heidfeld feiern auf dem Podium.
dpa Robert Kubica (l) und Nick Heidfeld feiern auf dem Podium.

STUTTGART - Nach dem Premieren-Sieg mit BMW-Sauber in der Formel 1 bläst der Pole Robert Kubica doch schon in dieser Saison zum Angriff auf den WM-Titel.

«Auf jeden Fall müssen wir alles daran setzen, das Beste aus der Situation zu machen. Denn wer weiß, ob sich mir eine solche Chance in Zukunft nochmals bietet», sagte der 23-Jährige. Der Teamkollege von Nick Heidfeld hatte am 8. Juni beim Großen Preis von Kanada für den ersten Sieg des Rennstalls in der «Königsklasse des Motorsports» gesorgt und sich an die Spitze der Fahrer-Weltmeisterschaft gesetzt. Die Planungen von BMW-Sauber sehen das Ziel WM-Triumph erst für 2009 vor.

«Ich hätte nicht erwartet, dass ich nach sieben Rennen die Meisterschaft anführe, weil unser Auto nicht das absolut schnellste ist», sagte Kubica, der am 12. Juni mit zweitägigen Testfahrten in Barcelona begann. Vor der Saison war mit einem erneuten Zweikampf zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes um die Titel bei Fahrern und Herstellern gerechnet worden. Vor dem achten Saisonrennen in Frankreich in eineinhalb Wochen liegt Kubica mit 42 Zählern jedoch vier Punkte vor Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton und Scuderia-Mann Felipe Massa auf Rang eins. Bei den Konstrukteuren rangiert BMW- Sauber (70) nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Ferrari.

«Wir haben eine perfekte Zuverlässigkeit», erklärte Kubica selbstbewusst. Dem Krakauer gelang in Kanada bereits in seinem 29. Formel-1-Rennen der erste Sieg, der Gladbacher Heidfeld machte als Zweiter den Triumph für BMW-Sauber perfekt. Die Erfolgsserie des bayrisch-schweizerischen Teams hat Kubicas Ambitionen noch einmal wachsen lassen. «Ich hoffe, dass es uns gelingt, das Auto noch etwas zu verbessern. Dann können wir etwas Positives erreichen», sagte er.

Damit wich der Pole, der sich an diesem Wochenende in Warschau von den Fans in seiner Heimat bei einer PR-Spritztour im Formel-1-Boliden feiern lassen will, auch von der bislang betont zurückhaltenden Linie seines Arbeitgebers ab. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hatte nach dem Sieg in Montreal den WM-Coup für diese Saison ausdrücklich ausgeschlossen: «Das wäre, nach den Sternen zu greifen.»

Die Rivalen der Rennbahn indes haben Kubica und sein Team längst auf der Titelrechnung. «BMW war immer da und hat immer Punkte gesammelt. Die darf man auf keinen Fall außer Acht lassen», warnte der nach zwei «Nullnummern» auf Platz vier der WM-Wertung zurückgefallene Titelverteidiger Kimi Räikkönen (Ferrari). (dpa)

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