Kopf an Kopf im BMW

„Beide sind völlig unterschiedlich. Das macht die Konstellation für mich so spannend.“, meint BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Heidfeld gegen Kubica – das interne Duell um den ersten Sieg des Münchner Teams.
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Sauer auf BMW, weil Kollege Heidfeld Extra-Betreuung bekam: Robert Kubica.
AP Sauer auf BMW, weil Kollege Heidfeld Extra-Betreuung bekam: Robert Kubica.

„Beide sind völlig unterschiedlich. Das macht die Konstellation für mich so spannend.“, meint BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Heidfeld gegen Kubica – das interne Duell um den ersten Sieg des Münchner Teams.

BARCELONA Nick Heidfeld kennt diese Situation. Schließlich begleitet sie ihn, seit er vor acht Jahren in die Formel 1 kam. Egal, wie schnell Heidfeld unterwegs war. Egal, wie sehr er seine Teamkollegen im Griff hatte. Die besseren Cockpits bekamen immer die anderen. So war Heidfeld, als er Kimi Räikkönen einst 2001 bei Sauber dominierte – und Mercedes trotzdem den jungen Finnen in den Silberpfeil setzte.

Kein Wunder, dass Quick Nick sich über die Jahre eine gewisse Coolness zugelegt hat. „Ich spüre keinen Druck“, sagt er stets. „Ich spüre nicht mehr Druck als früher“, sagte er auch gestern in Barcelona, vor dem Rennen in Spanien am Sonntag (14 Uhr, RTL und Premiere live).

So richtig glauben mag man ihm nicht. Schließlich hat er in Robert Kubica erstmals seit langem einen Teamkollegen, der zuletzt schneller war als er – und über den Mario Theissen, der BMW-Motorsportdirektor, sagt, dass er einer sei, der „nach vorne drängt und sehr viel Druck macht“. Theissen klingt stolz, wenn er über den 23-jährigen Polen spricht. Nicht erst, seit Kubica in Bahrain die erste Pole-Position für BMW geholt hat. Im Rennen wurde Kubica Zweiter, Theissen jubelte wie ein Teenie.

„Ich spüre nicht mehr Druck von Robert als früher“, beharrte Heidfeld, bevor ihm doch noch etwas heraus rutschte: „Natürlich habe ich mich geärgert, dass Robert die erste Pole fürs Team geholt hat, natürlich wäre ich gerne an seiner Stelle gewesen“. Um dann zu sagen: „Aber ich freue mich für ihn und das Team.“

Tatsächlich muss Heidfeld bei BMW wieder mal um seine Position kämpfen. Er mag Zweiter in der Fahrerwertung sein, aber zuletzt schien es doch, als ob das Team sich auf Kubica konzentrieren würde. „Ich denke, dass sich das in den vergangenen Jahren immer die Waage gehalten hat“, sagte Heidfeld. Und jetzt? „Ich war letztes Jahr nicht immer so schnell wie Nick. Ich musste mich viel um die Entwicklung kümmern“, meinte Kubica, „jetzt kann ich mich voll aufs Fahren konzentrieren.“

„Ich bin gespannt zu sehen, bei wem der Knopf als erstes aufgeht“, erklärte Theissen, dem die Konkurrenz zwischen seinen Fahrern gefällt. „Beide sind völlig unterschiedlich. Das macht die Konstellation für mich so spannend.“ Für Heidfeld auch. Der 30-Jährige schließt mit BMW traditionell nur für ein Jahr ab. Über 2009 ist noch nichts bekannt.

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