Hamilton startet wieder von der Spitze

Lewis Hamilton hat sich auch beim vorletzten Saisonrennen die Pole-Position gesichert. Während sein ärgster Konkurrent Felipe Massa in Sichtweite platziert ist, musste BMW einen Rückschlag hinnehmen.
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Pole-Mann Hamilton (r.) ist zufrieden, Massa (l.) nicht
dpa Pole-Mann Hamilton (r.) ist zufrieden, Massa (l.) nicht

Lewis Hamilton hat sich auch beim vorletzten Saisonrennen die Pole-Position gesichert. Während sein ärgster Konkurrent Felipe Massa in Sichtweite platziert ist, musste BMW einen Rückschlag hinnehmen.

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat sich von allen Psycho-Attacken nicht nervös machen lassen und sich für den möglicherweise entscheidenden Großen Preis von China die optimale Ausgangsposition gesichert. Sein schärfster Widersacher Felipe Massa, der vor dem vorletzten WM-Lauf fünf Punkte hinter dem Briten liegt, muss sich mit Rang drei in der Startaufstellung begnügen, geschlagen auch vom bereits entthronten Weltmeister und Teamkollegen Kimi Räikkönen. McLaren-Mercedes-Mann Hamilton distanzierte die beiden Rivalen in Rot um mehr als drei sowie fünf Zehntelsekunden. «Das war eines unserer besten Qualifyings. Es war ganz nah an einer perfekten Runde», meinte der Silberpfeil-Pilot.

Heidfeld nach hinten versetzt

Davon war Verfolger Massa weit entfernt. «Wir kämpfen im Moment etwas. Wir wissen nicht, wie es im Rennen aussieht», resümierte der Brasilianer. Noch schlechter lief es aber für BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica: Als Zwölfter büßte der WM-Dritte aus Polen Chancen auf eine Sensation auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison ein. Durch eine Zurückversetzung von Red-Bull-Pilot Mark Webber (Motorenwechsel) rückte Kubica aber noch auf Platz elf in der Startaufstellung. Sein Teamkollege Nick Heidfeld wurde dagegen drei Ränge nach hinten versetzt. Diese Entscheidung trafen die Rennkommissare rund vier Stunden nach der Qualifikation, in der Heidfeld Webbers Teamkollegen David Coulthard blockiert haben soll. Der Mönchengladbacher startet damit von Platz neun, bester Deutscher ist Sebastian Vettel auf Rang sechs im Toro Rosso.

Hamilton «ziemlich relaxt»

Die besten Karten hält aber Hamilton in der Hand. Der Engländer kann sich vorzeitig mit 23 Jahren, 9 Monaten und 12 Tagen an diesem Sonntag (09.00 Uhr MESZ/RTL und Premiere) zum jüngsten Titelträger der Formel-1-Geschichte krönen. Hamilton führt bei zwei noch ausstehenden Rennen mit 84 Punkten vor Massa (79) und Kubica (72). Weltmeister Kimi Räikkönen kann als Vierter mit 21 Zählern Rückstand seit dem Japan-Rennen seinen Titel nicht mehr verteidigen. Sichtlich zufrieden nach allen Anfeindungen und Sticheleien wegen seines aggressiven Fahrstils und angeblich arroganten Verhaltens präsentierte sich Hamilton, eingerahmt von den beiden weniger zuversichtlich wirkenden Ferrari-Rivalen, auf der Pressekonferenz. «Ich hatte nur die gute Runde im Kopf», meinte Hamilton: «Ich war ziemlich relaxt.» Der Engländer benötigte 1:36,303 Minuten für seine Top-Runde auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit und setzte damit seine Dominanz fort, die sich schon am Freitag im Training mit der Tagesbestzeit angedeutet hatte.

Schwarzer Tag für BMW-Sauber

Mercedes-Motorsportchef sprach sogar von der «Jahrhundertrunde überhaupt». Drei Zehntel seien eine Welt, das ist fast so viel wie zehn Kilo Gewicht! Zu Massa sind es sogar sechs Zehntel, also sehr deutlich», sagte er. «Ich denke, dass das eine gute Demonstration war und die beste Antwort auf das, was die ganze Woche gelaufen ist.» Wenig Freude herrschte bei BMW-Sauber. Heidfeld nachträglich bestraft, Kubica vorzeitig ausgeschieden. Es sei sehr enttäuschend, meinte der Pole nach seinem Aus im zweiten Zeitabschnitt. Es werde ein hartes Rennen. «Der einzige Vorteil in dieser Situation ist, dass wir in der Wahl der Rennstrategie bei ihm für morgen frei sind», befand BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Glock und Rosberg nicht unter den Top ten

Durch die Strafe gegen Webber schob sich Timo Glock aus Wersau im Toyota vom 13. auf den 12. Rang vor und Nico Rosberg aus Wiesbaden vom 15. auf den 14. Rang. Einzig Adrian Sutil konnte nicht von Webbers Motor-Malheur profitieren. Der 25-Jährige verpasste auf Platz 19 im Force India auch im 17. Anlauf in diesem Jahr den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde. (dpa)

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