Großer Preis von Spanien: Der alte Schumacher

Der Ex-Weltmeister überzeugt mit Platz 4, dem besten Ergebnis nach seinem Comeback, für Vettel lief es nicht so positiv. Er wird Dritter und verliert das interne Teamduell gegen Sieger Mark Webber.
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Michael Schumacher wurde beim Großen Preis von Spanien Vierter
dpa Michael Schumacher wurde beim Großen Preis von Spanien Vierter

BARCELONA - Der Ex-Weltmeister überzeugt mit Platz 4, dem besten Ergebnis nach seinem Comeback, für Vettel lief es nicht so positiv. Er wird Dritter und verliert das interne Teamduell gegen Sieger Mark Webber.

Für Sebastian Vettel war es ein erneuter Dämpfer, für Michael Schumacher ein eindrucksvoller Auftritt. Beim Grand Prix in Barcelona hat sich der siebenmalige Champion eindrucksvoll zurückgemeldet. Auch wenn er das Podium am Ende knapp verpasste: Der 41-Jährige durfte sich mit Platz 4 über das beste Ergebnis nach seinem Comeback freuen.

Vettel dagegen verlor nicht nur das Teamduell gegen Mark Webber, der souverän zum dritten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere fuhr, sondern musste als Dritter auch noch Lokalmatador Fernando Alonso den Vortritt lassen. Platz drei erbte Vettel zudem nur durch einen Ausfall von Lewis Hamilton kurz vor Schluss.

Schumacher aber scheint endgültig wieder angekommen in der Formel 1, in seiner Formel 1. Nie konnte er in den bisherigen vier Rennen seine alte Klasse erkennen lassen, am Sonntag gelang es ihm. Vor allem bei einem erstklassigen Überholmanöver gegen Jenson Button, nach dem er den aktuellen Champion erfolgreich den Rest des Rennens hinter sich hielt. „Es war sehr frustrierend“, stöhnte der Weltmeister später, „Schumacher hat alles getan, damit ich nicht mehr überholen konnte.“ Ist ja auch sinnvoll im Rennsport.

Zudem hatte Schumacher zum ersten Mal auch seinen fast 17 Jahre jüngeren Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg im Griff, der nach einem schwachen Start und Problemen bei einem Boxenstopp als 13. erstmals in dieser Saison ohne Punkte blieb.

Damit fiel Rosberg auch aus der Spitzengruppe der Gesamtwertung vorerst heraus. Dort behauptete Button trotz Platz fünf mit 70 Punkten seine Führung in der WM-Wertung vor Alonso, der bei seinem Heimspiel von 98 113 Fans bei der Siegerehrung bejubelt wurde. Vettel, der Alonso nach einem Ausritt ins Kiesbett und dem folgenden zusätzlichen Reifenwechsel passieren lassen musste, liegt als Dritter mit 60 Punkten zehn Zähler zurück. Rosberg (50) rutschte unterdessen vom zweiten auf den fünften Platz noch hinter Webber (53) ab.

Schumacher holte in dagegen einem Rennen zwei Punkte mehr als in den vier Läufen zuvor zusammen. Mit jetzt 22 Zählern ist er als Gesamt-Neunter jetzt wieder drittbester Deutscher vor Adrian Sutil (16), der in seinem Force-India-Mercedes als Siebter zum zweiten Mal in dieser Saison in die Punkte fuhr. Neben Rosberg gingen auch Williams-Pilot Nico Hülkenberg als 16. und Virgin-Fahrer Timo Glock, der zumindest erstmals ins Ziel kam, auf Rang 18 leer aus.

Webber lieferte wie schon im vorigen Jahr auf dem Nürburgring ein perfektes Wochenende ab. Seine zweite Pole Position nutzte der 33-Jährige auch zum zweiten Sieg. Zugleich setzte er damit eine Serie in Barcelona fort, denn zum zehnten Mal in Folge triumphierte dort der Mann, der auch auf der Pole Position gestanden hatte. Red Bull, das offenbar vor dem Europaauftakt den größten Schritt der Spitzenteams gemacht hat, rückte 113 Punkten ganz eng an McLaren (119) und Ferrari (116) heran.

Ex-Weltmeister Lewis Hamilton dagegen war restlos bedient: „Ich habe keine Ahnung, wie das an meinem linken Vorderreifen passieren konnte“, klagte der Engländer. „Bis dahin war es ein gutes Rennen. In der vorletzten Runde dann so rauszufliegen, das tut schon verdammt weh. Aber das ist Racing.“

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