Formel 1: Rosberg verblüfft die Konkurrenz

Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat etwas überraschend das Tempo im freien Training zum GP von Singapur vorgegeben. Der WM-Zweite hängte vor seinem 200. Formel-1-Rennen nicht nur seinen Teamrivalen Lewis Hamilton deutlich ab.
| sid
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Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat etwas überraschend das Tempo im freien Training zum GP von Singapur vorgegeben. Der WM-Zweite hängte vor seinem 200. Formel-1-Rennen nicht nur seinen Teamrivalen Lewis Hamilton deutlich ab.

Singapur - Mercedes-Pilot Nico Rosberg präsentiert sich in der Formel 1 weiter in Top-Form und ist erfolgreich in sein Jubiläumswochenende gestartet.

Er hinterließ im ersten Schlagabtausch zum Großen Preis von Singapur (Sonntag, 14 Uhr MESZ/RTL und Sky) etwas überraschend den stärksten Eindruck und erteilte den Hoffnungen von Ferrari-Star Sebastian Vettel (Heppenheim) auf einen Sieg beim Nachtrennen wie im Vorjahr einen herben Dämpfer.

Nachdem Rosberg im ersten Training vor seinem 200. Rennen noch einen Unfall gebaut hatte, fuhr er am späten Abend (Ortszeit) unter Flutlicht auf dem 5,065 km langen Marina Bay Street Circuit voll konzentriert in 1:44,152 Minuten die schnellste Runde und verwies Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen (1:44,427) auf Rang zwei.

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Dahinter folgten die ebenfalls stark eingeschätzten Red-Bull-Fahrer Max Verstappen (1:44,532/Niederlande) und Daniel Ricciardo (1:44,557/Australien) sowie Vorjahressieger Vettel (1:45,161) mit deutlichem Abstand.

Weltmeister Lewis Hamilton hatte im zweiten Silberpfeil große Probleme und wurde nur Siebter. Zudem wurde der Engländer von der Technik eingebremst.

"Ich habe meine Runde nicht richtig getroffen", sagte Vettel, der im Qualifying am Samstag (15 Uhr MESZ) "eine enge Kiste" erwartet. Wichtig sei den "Rhythmus zu finden und zu lernen. Wir können noch ein bisschen tüfteln."

 

 

Rosberg machte derweil Hoffnungen auf seinen dritten Sieg in Serie, damit würde er in seinem Jubiläums-Rennen auch wieder die WM-Führung von Hamilton übernehmen. Derzeit liegt der 31-Jährige noch zwei Punkte zurück.

Eigentlich galt Mercedes beim Nachtrennen in Singapur ausnahmsweise einmal nicht als Top-Favorit auf den Sieg. Im Vorjahr hatten die Silberpfeile auf der holprigen Strecke am Hafen noch einen Einbruch erlitten, mit Platz vier für Rosberg und dem Ausfall von Hamilton mussten die Seriensieger ein kleines Debakel hinnehmen.

Startplatz ist fast die halbe Miete

Entsprechend skeptisch hatte Rosberg im Vorfeld die Chancen eingeschätzt. "Wir müssen alles auf den Punkt bringen, um Red Bull und Ferrari zu schlagen", hatte Rosberg gesagt: "Wir haben teilweise verstanden, was 2015 passiert ist. Aber wir wissen nicht, ob das reichen wird, um dieses Mal die Nase vorn zu haben."

Mercedes scheint nicht ganz so dominant wie auf anderen Strecken, doch die Autos mit dem Stern sind auch in der Nacht offenbar diejenigen, die es zu schlagen gilt. Auf dem anspruchsvollen Stadtkurs in der asiatischen Finanzmetropole ist der Startplatz fast die halbe Miete, sechs der bisherigen acht Rennen wurden von der Pole Position aus gewonnen.

Für Vettel wird es wohl ganz schwierig, nach einem Jahr endlich seinen nächsten Sieg zu feiern. Seit seinem Triumph von Singapur 2015 stand der 29-Jährige nicht mehr ganz oben auf dem Treppchen, das sollte sich eigentlich nun ändern. "Ich mag die Strecke und bin sehr optimistisch", hatte der Hesse gesagt. Zumal Vettel mit vier Triumphen Rekordsieger von Singapur ist. Doch Rosberg wird in dieser Form wohl nur ganz schwer zu schlagen sein.

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