Formel 1: Das muss man zum Großen Preis von Bahrain wissen

Runde zwei im Titelrennen führt die Formel 1 nach Bahrain. Können Ferrari und Sebastian Vettel den erneut favorisierten Mercedes-Star Lewis Hamilton wieder überrumpeln?
| dpa
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16. April 2017: Der Deutsche Sebastian Vettel vom Team Scuderia Ferrari fährt beim Großen Preis von Bahrain als Sieger über die Ziellinie.
Andrej Isakovic/AFP POOL/AP/dpa 16. April 2017: Der Deutsche Sebastian Vettel vom Team Scuderia Ferrari fährt beim Großen Preis von Bahrain als Sieger über die Ziellinie.

Sakhir - Als WM-Führender kommt Sebastian Vettel zum zweiten Formel-1-Saisonrennen nach Bahrain. Noch rätselt die Branche über das wahre Kräfteverhältnis an der Spitze, das Wüstenrennen am Sonntag (17:10 Uhr MESZ/RTL) dürfte weitere Anhaltspunkte liefern.

Wie ist die Ausgangslage?

Nach dem glücklichen Auftaktsieg in Australien hofft Sebastian Vettel gleich auf den nächsten Coup. Doch das Rennen in Melbourne hat auch gezeigt, dass der Ferrari des Hessen vor allem in der Qualifikation noch nicht so schnell ist wie der Mercedes seines Dauerrivalen Lewis Hamilton. Im Vorjahr profitierte Vettel von einem verkorksten Rennen der Silberpfeile, holte vor Hamilton und Valtteri Bottas seinen dritten Sieg in der Wüste von Sakhir.

Wer hat nach dem Australien-Rennen etwas gutzumachen?

Die große Enttäuschung beim Saisonstart war Max Verstappen. Viele hatten gehofft, der niederländische Wunderknabe könnte die Titeljagd zu einem Dreikampf mit Hamilton und Vettel machen. Doch in Melbourne wurde der Red-Bull-Pilot nach einer Fehlerfahrt nur Sechster und steht schon unter Druck. Bewähren muss sich auch das Haas-Team. Mit zwei Patzern beim Reifenwechsel machte sich der US-Rennstall zur Lachnummer. Die schuldigen Mechaniker entgingen zwar dem Rauswurf, dürften aber diesmal unter besonderer Beobachtung stehen.

Worauf kommt es in Bahrain an?

Das Flutlichtrennen stellt Fahrer und Teams auf eine besondere Probe, zumal nur eine der drei Trainingseinheiten nach Sonnenuntergang bei Rennbedingungen absolviert wird. Die Autos und Reifen verhalten sich in den Abendstunden anders, die Strecke wird mit sinkenden Temperaturen immer schneller. Hier schlägt die Stunde der Strategen und Reifenflüsterer. Aber auch der bisweilen unberechenbare Wüstenwind und der Sand, den er über den hügeligen Kurs weht, machen es den Piloten nicht leicht.

Und wer ist nun der Favorit?

Lewis Hamilton dürfte unter normalen Bedingungen kaum zu schlagen sein. Die Strecke kommt Mercedes entgegen, in den vergangenen fünf Jahren stand stets ein Silberpfeil auf der Pole Position. Der Haken: Genau das gleiche galt zuletzt auch in Melbourne. Am Ende hieß der Sieger trotzdem Vettel.

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