Die Formel D

Vettel, Rosberg, Hülkenberg, Sutil: Vier deutsche Fahrer sind diese Saison am Start. Während der Red-Bull-Pilot seinen Titel verteidigen will, kann das Trio auf Überraschungssiege hoffen
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MELBOURNE Es hat schon was Gutes, wenn man für so einen Marketing-Weltkonzern wie Red Bull unterwegs ist. Sebastian Vettel jedenfalls überraschte die Konkurrenz am Freitag mit einem weißen Helm, der jenem von Stratosphären-Hüpfer Felix Baumgartner nachempfunden war, dessen Mission ebenfalls vom österreichischen Brausehersteller finanziert worden war. Für Vettel soll wohl selbst der Himmel keine Grenze sein, so wohl die Marketing-Idee.

Als es dann zum ersten Mal in dieser Saison auf die Strecke ging, fuhr der dreimalige Weltmeister bei den ersten beiden Trainings für das Rennen am Sonntag (7 Uhr MEZ, RTL und Sky live) auf Anhieb die schnellste Zeit. „Es war ein guter Tag für uns”, sagte Vettel, dessen „Hungrige Heidi”, wie er sein Auto getauft hat, tatsächlich hungrig auf Siege zu sein scheint. „Red Bull ist unglaublich schnell, sie sind bestechend”, musste auch Niki Lauda anerkennen, in dieser Saison in Doppelfunktion als Kommentator für RTL und Aufsichtsrats-Chef von Mercedes dabei. Vettels Ziel in dieser Saison ist klar: Er will seinen vierten Titel hintereinander holen und sich so endgültig zur lebenden Formel-1-Legende krönen.
Doch auch die anderen deutschen Fahrer sollte man auf der Rechnung haben. Nach dem endgültigen Rücktritt von Michael Schumacher, dem Wechsel von Timo Glock zu BMW in die DTM und der Rückkehr von Adrian Sutil sind heuer vier Deutsche am Start. Hoffnungen auf zumindest gelegentliche Überraschungssiege können sie sich alle machen.

Nico Rosberg (27 Jahre, 128 GP, 1 Sieg, Mercedes GP): Drei Jahre hatte er Schumacher im Griff, drei Jahre stand er dennoch in dessen Schatten. Das gleiche Schicksal widerfuhr ihm diesen Winter, als Lewis Hamilton sein Teamkollege wurde. Hamilton habe „einen frischen Wind ins Team hineingeblasen und schon längst bewiesen, dass er perfekt fahren kann”, sagte Lauda. Rosberg aber sei ebenfalls „irrsinnig talentiert”. Dennoch steht Rosberg am Scheideweg. Sollte er diese Saison deutlich langsamer sein als sein Jugendfreund Hamilton, dann droht ihm die Abstemplung zum ewigen Talent. Am Freitag war er der einzige, der mit den Zeiten der Red Bulls einigermaßen mithalten konnte.

Nico Hülkenberg (25 Jahre, 39 GP, Sauber): In seiner Jugend war Hülkenberg oft sogar schneller als Vettel, durch bärenstarke Leistungen bei Force India empfahl sich der Emmericher für das gehobene Mittelklasse-Team Sauber. Doch auch die Schweizer Equipe soll für ihn nur eine Zwischenstation sein. Fällt er bei Sauber auf, dann winkt ihm nächstes Jahr ein Cockpit bei Ferrari. Sowohl der Scuderia-Star Fernando Alonso als auch Teamchef Stefano Domenicali halten unheimlich viel vom Rheinländer.

Adrian Sutil (30 Jahre, 90 GP, Force India): Ein Jahr saß Sutil zuletzt auf der Wartebank, nun ist er wieder zurück – und überraschte mit schnellen Zeiten und markigen Aussagen. „Ich weiß, was meine Mission ist”, sagte der Gräfelfinger mit heiligem Ernst, „Weltmeister”. Das hat er früher schon gesagt, neu sind aber Erkenntnisse wie: „Es gibt nur gute Zeiten, wenn es auch schlechte Zeiten gibt.”

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