Button schnappt Vettel Pole Position weg

Barcelona (dpa) - In letzter Sekunde hat WM-Spitzenreiter Jenson Button der deutschen WM-Hoffnung Sebastian Vettel die Pole Position für den Großen Preis von Spanien weggeschnappt.
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Rubens Barrichello (l), Jenson Button und Sebastian Vettel (r) posieren in Barcelona nach der Qualifikation.
dpa Rubens Barrichello (l), Jenson Button und Sebastian Vettel (r) posieren in Barcelona nach der Qualifikation.

Barcelona (dpa) - In letzter Sekunde hat WM-Spitzenreiter Jenson Button der deutschen WM-Hoffnung Sebastian Vettel die Pole Position für den Großen Preis von Spanien weggeschnappt.

Nachdem Vettel im Red Bull die Bestzeit im entscheidenden dritten Abschnitt der Qualifikation aufgestellt hatte, unterbot Button im Brawn GP in seiner letzten Runde Vettels Zeit um 133 Tausendstelsekunden. «Ich hatte mir gewünscht, die Pole zu haben, er hat sie mir aber im letzten Moment weggeschnappt», meinte Vettel, der auch in der fünften Qualifikation dieser Saison unter die Top 3 kam. «Heute hat es nicht gereicht, Jenson vom Thron zu stoßen», räumte er ein. «Es wird super spannend», prophezeite Button-Boss Ross Brawn.

Im Rennen könnte Überflieger Vettel, der als einziger weiter ein ernsthafter Rivale der bärenstarken Brawnies zu sein scheint, der mit KERS ausgestattete und offenbar wiedererstarkte Ferrari von Felipe Massa Mühe machen. «Es wird nicht einfach sein, den Platz zu verteidigen», meinte Vettel, dessen Auto bis vor dem Zeittraining an dem Red Bull kleinere Neuerungen angebracht hatten.

Angst vor dem zweiten Ferrari braucht der WM-Dritte Vettel, dessen erneut brillanten Auftritt Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz vor Ort mit Freude verfolgte, nicht zu haben: Kimi Räikkönen verzockte sich vollends und kam als 16. vor den Augen von Rekordweltmeister Michael Schumacher nicht einmal in den zweiten Zeitabschnitt. Doch auch Weltmeister Lewis Hamilton erwischte es. Der Engländer verpasste wie vom McLaren-Mercedes-Team bereits befürchtet die Top Ten und kam nicht über Platz 14 hinaus.

Keinen guten Startplatz für das Rennen an seinem 32. Geburtstag konnte Nick Heidfeld erzielen. Der BMW-Sauber-Pilot, der im letzten Freien Training vor der Qualifikation auch noch in die Streckenbegrenzung gefahren war, wurde nur 13. «Positiv ist, dass wir durch das neue Aerodynamik-Paket offensichtlich Fortschritte mit unserem Auto gemacht haben. Umso ärgerlicher ist es, dass ich nicht das Maximum herausholen konnte», meinte Heidfeld, dessen Teamkollege Robert Kubica im runderneuerten F1.09 nach dem enttäuschenden Saisonstart Zehnter wurde. «Die Performance des Autos hat heute den erhofften Aufwärtstrend gezeigt», befand BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Positiv überrascht vom Ergebnis - Startplatz 9 - zeigte sich Nico Rosberg. «Ich bin heute sehr zufrieden, denn heute Morgen sah es nicht gut aus», meinte der Williams-Toyota-Pilot, der am Freitag noch die Tagesbestzeit aufgestellt hatte. «Im Endeffekt hatten wir die komplett falsche Strategie. Wir hatten eigentlich keine Reifen für Q3, weil wir gar nicht dachten, dass wir so weit kommen», räumte er ein. Landsmann Timo Glock aus Wersau konnte sich noch besser platzieren und holte sich im Toyota Rang sechs. Nur für Adrian Sutil war mal wieder im ersten Zeitabschnitt Endstation. «Das war halt das Limit des Autos», befand er und gab das Motto fürs Rennen aus: «Ankommen ist alles.»

An der Spitze will Vettel dagegen Button angreifen und den zweiten Saisonsieg einfahren. Vor dem 5. von 17 WM-Läufen führt der Brite mit 31 Punkten, Teamkollege Barrichello ist Zweiter (19). Vettel folgt auf Rang drei mit 18 Zählern.

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