Am Berg beginnt das Trommeln um den Weltmeisterschafts-Titel

Drei Rennen vor Saisonende beginnt am Sonntag in Fuji der Showdown in der Formel 1: Hamilton duelliert sich mit Massa, und Kubica lauert noch.
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Die Rivalen um den WM-Titel: Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes liegt derzeit noch vor Ferrari-Pilot Felipe Massa.
xpb.cc Die Rivalen um den WM-Titel: Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes liegt derzeit noch vor Ferrari-Pilot Felipe Massa.

Drei Rennen vor Saisonende beginnt am Sonntag in Fuji der Showdown in der Formel 1: Hamilton duelliert sich mit Massa, und Kubica lauert noch.

FUJI WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton begrüßte die über 300 Gäste in einem Nobelhotel in Tokio mit einem freundlichen „Konnichiwa“, Verfolger Felipe Massa ließ die Kampfansage für den Großen Preis von Japan am Sonntag in Fuji (6.30 Uhr, RTL, Premiere live) folgen.

„Wir haben eine große Möglichkeit vor uns und wir werden nicht aufgeben. Das Rennen zu gewinnen ist unser klares Ziel“, betonte der sieben Punkte hinter seinem britischen Rivalen zurückliegende brasilianische Ferrari-Pilot am Mittwoch. „Ich fühle mich speziell zu diesem Zeitpunkt um einiges stärker als vergangenes Jahr“, konterte McLaren-Mercedes-Mann Hamilton und versprach einen Kampf bis zum letzten Rennen. Am Fuße des des 3776 Meter hohen Berges beginnt das Trommel um den Titel. Drei Rennen noch (nach japan folgt China und Brasilien) – der Showdown um den Titel kann beginnen.

Silberpfeil-Pilot Hamilton hat bei 84 Zählern vor dem drittletzten Saisonrennen an diesem Sonntag sieben Punkte Vorsprung vor Massa. Bei der Pressekonferenz des Internationalen Automobilverbandes FIA und des Reifenherstellers Bridgestone mied der Herausforderer aus Südamerika lange den Blick des entspannt wirkenden Briten. Er freue sich „auf ein starkes Rennen“, meinte Massa. Erst beim abschließenden Gruppenfoto wechselten die beiden Widersacher ein paar Worte und lachten miteinander. Zumindest scheint die Angst vor einem erneuten Sintflut-Grand-Prix inklusive Safety-Car-Chaos am Fuße des berühmten Fuji gebannt.

Noch-Weltmeister und Massa-Teamkollege Kimi Räikkönen setzt auf gutes Wetter am Sonntag. Die silberne Konkurrenz, die vor einem Jahr noch ein 13-Punkte-Polster verspielte, hat keine Angst vor Regen. „Bereits bei vier von bisher 15 Rennen war in dieser Saison Regen im Spiel; dreimal fuhr Lewis als Erster über die Ziellinie“, bemerkte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Allerdings geht er nicht davon aus, dass der Scuderia noch einmal eine Panne wie beim Pit-Stopp von Massa in Singapur unterläuft, als der Tankrüssel im Ferrari stecken blieb und der WM-Zweite leer ausging. „Das amtierende Weltmeisterteam ist deshalb aber trotzdem keine Trottelmannschaft, sondern hat nur bewiesen, wie dicht Triumph und Niederlage in der Formel 1 zusammenliegen“, sagte Haug.

Die Italiener zogen indes Konsequenzen: In Japan wird statt elektronischer Anzeige wieder der traditionelle „Lollipop-Mann“ den Piloten freie Fahrt nach dem Tankstopp gewähren. Um einen ähnlichen Fauxpas wie jüngst auszuschließen, verzichtet Ferrari in den letzten drei Saisonrennen auf die Tankampel – fürs „maximale Selbstbewusstsein der Boxenmannschaft“, wie Teamchef Stefano Domenicali begründet: „Wir brauchen Ruhe.“

Fürchten müssen Silber und Rot aber auch die Attacken der Weiß- Blauen. Robert Kubica, WM-Dritter mit 64 Zählern, und Nick Heidfeld (56), WM-Fünfter mit nur einem Punkt Rückstand auf den Finnen Räikkönen (57), wollen es wissen. „Es ist angenehm, mit McLaren und Ferrari fighten zu können“, meinte Heidfeld, der weiteren Antrieb durch seine am Montag verkündete Vertragsverlängerung bekommen hat.

Und auch BMW-Motorsportchef Mario Theissen trommelt noch um den Titel mit: „Alles ist möglich“, sagt er. „Wir haben sehr unterschiedliche Leistungen der Spitzenteams gesehen. Wir haben sicherlich die niedrigste Fehlerquote und auch die höchste Zuverlässigkeit.“

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