Watschn für Bayern-Basketballer

Meister Bayern geht in Spiel zwei des Viertelfinals in Frankfurt mit 69:93 unter, es steht jetzt 1:1 in der Serie. Trainer Svetislav Pesic sagt: "Sie haben verdient gewonnen."
| Mattias Kerber
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Jan Jagla (rechts) hängte sich in Frankfurt noch am meisten rein bei den Bayern-Basketballern.
dpa Jan Jagla (rechts) hängte sich in Frankfurt noch am meisten rein bei den Bayern-Basketballern.

Frankfurt - Der FC Bayern, der amtierende Meister – die Zweigesichtigen. Schon in der gesamten Saison hatte das Team von Trainer Svetislav Pesic eine ausgeprägte Konstanzphobie.

Das zweite Spiel im Playoff-Viertelfinale gegen Frankfurt war ein perfektes – und daher auch erschreckendes – Abbild der Saison.

Die Bayern, die Partie eins dank eines Schluss-Spurts mit 83:72 für sich entschieden hatten, präsentierten sich vor 4710 Zuschauern in gegnerischer Halle anfangs noch in Korbgeber-Laune. Alles lief nach Plan.

Die Bayern, die Pesic vor Beginn dieser Playoffs noch bei der Ehre gepackt hatte, der ihnen "Bequemlichkeit" und "fehlende Ambition" unterstellt hatte, dominierten. Mitte des ersten Viertels lagen sie mit acht Punkten vorne.

Doch mit jeder gespielten Minute erstarkten die Hausherren, die ohne den verletzten Nationalspieler Johannes Voigtmann auskommen mussten.

Ende des zweiten Viertels holten sich die Frankfurter die Führung – und gaben sie nicht wieder her. Die Bayern mussten eine derbe Klatsche hinnehmen. Am Ende hieß es 93:69! Für die Frankfurter. Die Bayern fielen in der zweiten Halbzeit fast auseinander.

Während Trainerfuchs Pesic an der Seitenlinie wie ein Rohrspatz schimpfte, sich an den Schiedsrichtern abreagierte, wild gestikulierend rumschrie, spielten seine Mannen auf dem Court wie von Sinnen. Fehler über Fehler – über Fehler!

"Herzlichen Glückwunsch an den Trainer und seine Mannschaft, sie haben das Spiel verdient gewonnen", sagte der sichtlich frustrierte Pesic. "Es gibt nicht viel zu analysieren. Sie waren überlegen, speziell im dritten Viertel. Sie haben sehr aggressiv gespielt. Wir konnten einfach keine Offense organisieren."

Damit steht es in der Best-of-Five-Serie 1:1. Spiel drei findet am Donnerstag (17 Uhr) wieder in München statt.

Beste Werfer bei den starken Frankfurtern waren Justin Cobbs und Sean Armand mit je 18 Punkten. "Es war ein sehr physisches Spiel, das Frankfurt spielt. Damit kamen wir vor allem nach der Pause nicht zurecht. Jetzt gilt es, sich wieder zu sammeln und für das Spiel drei bereit zu sein. Wir müssen den Kampf annehmen und zurückschlagen", sagte John Bryant, der mit 16 Zählern Münchens Topscorer war.

Gordon Herbert, Frankfurts Chefcoach, fasste es so zusammen: "Ich habe unser Spiel genossen. Aber Bayern ist der Champion – das war nur ein Spiel."

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