Alles Tommy Haas, sonst nix?

Tennis-Altmeister Tommy Haas war die Attraktion – denn ein neuer deutscher Star fehlt den BMW Open in München. Die AZ zeigt hier die Tops und Flops des Turniers.  
| Julian Galinski
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Tennis-Altmeister Tommy Haas war die Attraktion – denn ein neuer deutscher Star fehlt den BMW Open in München. Die AZ zeigt hier die Tops und Flops des Turniers.

München - Mit Tommy wär’ das nicht passiert: Beim Finale der BMW Open zwischen Martin Klizan und dem topgesetzten Fabio Fognini blieben ein paar Plätze auf dem 4300 Zuschauer fassenden Centre Court leer. Dort lieferten sich der slowakische Qualifikant und der Italiener, Nummer 14 der Weltrangliste, ein skurriles Match: Erst krümmte sich Klizan einen Satz lang vor Schmerzen, pausierte mehrmals, lag 2:6 zurück – aber dann drehte er das Match: 6:1, 6:2 gewann er am Ende die Sätze zwei und drei. Fognini schimpfte: „Ich glaube, Klizan hat nur Show gemacht.“ Man darf davon ausgehen: Hätte Tommy Haas und nicht sein Bezwinger in diesem Endspiel gestanden – es wäre kein Sitz frei geblieben. Und die BMW Open 2014 hätten nicht ein derart antiklimatisches Ende gefunden. Die AZ benennt die Tops und Flops des Münchner ATP-Turniers.

DIE TOPS

Tommy Haas:„Er ist das Gesicht des Turniers“, sagt Turnierdirektor Patrik Kühnen. Und tatsächlich zieht kein anderer Spieler annähernd so viele Zuschauer wie der 36-Jährige. Nur: Deutschlands Nummer eins hat schwere Schulterprobleme. Im Halbfinale verlor er gegen Martin Klizan mit 3:6, 2:6. Haas hatte gekämpft, sich gequält – vergebens.

Der Aumeister-Charme: Bewährte Location – neues Layout. Der Turnierbetrieb auf der Anlage des MTTC Iphitos ist mit dem erstmaligen Veranstalter Michael Mronz neu strukturiert worden, das Ziel: Mehr Nähe zwischen Spielern und Fans. „Wir haben hier eine der schönsten Anlagen überhaupt, direkt am Englischen Garten“, sagt Kühnen.

Die Steeb-Krise bewältigt: „Ich finde, wir haben dieses Jahr einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das Turnier hat eine lange Tradition und gehört zu München, das vergangene Jahr war durch die Insolvenz der Charly Steeb GmbH besonders schwer für uns“, sagt Kühnen.

DIE FLOPS

Regen und Kälte: Drei Tage lang blieb der Himmel über dem roten Sand grau. Erst am Donnerstag, pünktlich zum Start von Tommy Haas in das Turnier, strahlte die Sonne. Ehe die tiefen Temperaturen und der Regen am Samstag wieder zurückkehrten. Und um die fünf Grad mit Regenschauern sind nun wirklich kein Draußen-Wohlfühlwetter.

Sport ohne großen Glanz: In der ersten Runde stand tatsächlich ein Weltranglistenerster auf dem Platz, ein ehemaliger zumindest: Lleyton Hewitt – dessen Auftritt im Einzel nach drei, im Einzel nach zwei Sätzen beendet war. Tatsächlich tut sich München weiterhin schwer, wirklich große Namen zu verpflichten.

Kohlschreiber & Co.: Wie sehr würden sich Tennis-Deutschland und die BMW Open einen neuen, zur Not auch einen alten Tennis-Helden wünschen. Aber es empfiehlt sich derzeit niemand für höhere Aufgaben. Stellvertretend für die Misere des Männertennis steht Philipp Kohlschreiber: Er flog in der ersten Runde raus. Immerhin: Jan-Lennard Struff kämpfte sich bis ins Halbfinale vor – aber dort war nach zwei Sätzen Schluss. Ob er tatsächlich ein Mann für Turniersiege ist?

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