2026: Olympia in Deutschland?

Der österreichische Bewerber Innsbruck will das oberbayerische Inzell einbinden.
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Werden auch Spiele in Deutschland stattfinden?
dpa Werden auch Spiele in Deutschland stattfinden?

Die Olympischen Spiele kehren womöglich früher nach Deutschland zurück als gedacht. Innsbruck und das Österreichische Olympische Komitee stellten einen Zehn-Punkte-Plan für eine Bewerbung um die Winterspiele 2026 vor. Darin enthalten ist die oberbayerische Gemeinde Inzell als Schauplatz der Eisschnelllauf-Wettbewerbe. „Wir haben mit Inzell gesprochen. Die Gemeinde hat Interesse an der Ausrichtung bekundet“, sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. In Innsbruck gebe es keine vergleichbare Halle, Inzell habe sich als Schauplatz von Eisschnelllauf-Events empfohlen. Die dortige Max-Aicher-Arena war zur Eröffnung 2011 Austragungsort der Einzelstrecken-WW.

Letztmals fanden 1936 Olympische Winterspiele in Deutschland statt. Zwei Bewerbungen mit München für 2018 und 2022 waren am Votum des Internationalen Olympischen Komitees beziehungsweise an einem negativen Bürgerentscheid gescheitert. Innsbruck setzt nun auf Inzell. Auch die weite Distanz von knapp 160 Kilometern Fahrstrecke zwischen beiden Orten sei laut Mennel kein Problem. „Es gibt die Überlegung, mehrere Olympische Dörfer zu errichten. Eins könnte in Hochfilzen stehen, dann hätten die Athleten einen Weg von 30 bis 40 Minuten nach Inzell. Das ist okay“, so Mennel. Auch mit dem Deutschen Olympischen Sportbund hat das ÖOC bereits Gespräche geführt. „Sie haben sich sehr wohlwollend geäußert“, sagte Mennel. Es sei aber nicht geplant, den DOSB mit einzubeziehen. „Es bleiben österreichische Spiele, Inzell wäre eine Art externer Standort“, sagte der ÖOC-Generalsekretär.

Zentraler Ort der Spiele soll Innsbruck sein. In der 125 000-Einwohner-Stadt, die bereits 1964 und 1976 Schauplatz von Winterspielen war, sollen Bob, Rodeln, Skeleton, Eiskunstlauf, Skispringen sowie die Eröffnungs- und Schlussfeier stattfinden. Während Hochfilzen für Biathlon vorgesehen ist, sind Seefeld für Ski Nordisch und St. Anton am Arlberg für Ski Alpin eingeplant. Die Tiroler Olympia-Planer wollen nur auf vorhandene und lediglich im Einzelfall auf temporäre Sportstätten (Slopestyle, Big Air) zurückgreifen.

Lesen Sie auch: ARD und ZDF können über Olympische Spiele berichten

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