Zwei Serienmörder im Visier

In zwei neuen Filmen der ZDF-Reihe "XY history" widmet sich Sven Voss zwei bekannten Serienmördern aus der deutschen Kriminalgeschichte: Der eine tötete in den 1980-ern Autofahrer, der andere hatte es in den späten 1960-ern und frühen 1970-ern auf kleine Jungen abgesehen ...
von  Elisa Eberle
Aufgrund seiner brachialen Methoden wurde Norbert Poehlke von der Presse als "Hammermörder" bezeichnet.
Aufgrund seiner brachialen Methoden wurde Norbert Poehlke von der Presse als "Hammermörder" bezeichnet. © ZDF/Saskia Pavek

Mit "XY history" kam 2024 ein weiterer Ableger des beliebten True-Crime-Formats "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" ins Programm: Moderator Sven Voss widmet sich spektakulären Kriminalfällen aus der Vergangenheit. Je zwei Filme waren in den Jahren 2024 und 2025 zu sehen. Nun gräbt der 50-jährige Moderator abermals tief in der deutschen Kriminalgeschichte.

Der erste von zwei Filmen, die bereits ab Montag, 28. September, auf zdf.de gestreamt werden können, trägt den Titel "Die Jagd nach dem Hammermörder". Er bezieht sich auf eine Mordserie, die Mitte der 1980-er im Großraum Stuttgart für Angst und Schrecken sorgte. Ein Mann tötete damals innerhalb weniger Monate drei Autofahrer und nutzte ihre Wagen anschließend als Fluchtfahrzeuge bei Banküberfällen. Da er die Überfälle besonders rabiat mit einem Vorschlaghammer beging, verpasste ihm die Presse den titelgebenden Spitznamen.

In "XY history" rekonstruiert ven Voss den Fall: Im Gespräch mit Zeitzeugen wie dem letzten Leiter der Soko "Hammer" Gerd Bornschein und der forensischen Psychologin Dr. Gilda Giebel erfährt er, wie der Täter, der sich letztlich als der Polizist Norbert Poehlke entpuppte, seine berufliche Stellung für die Verbrechen nutzen konnte.

Der Kindermörder von Eberswalde

Ein zweiter Film, den das ZDF im Anschluss um 21 Uhr zeigt, behandelt einen kniffligen Fall aus der DDR: Im Mai 1969 verschwanden in Eberswalde zwei Jungen. Wenige Wochen später wurden sie tot aufgefunden. Obwohl die Polizei erstmals ein psychologisches Täterprofil erstellen ließ, verliefen die Ermittlungen von Volkspolizei und Stasi zunächst ins Leere. Bis zwei Jahre später erneut ein zwölfjähriger Junge verschwand und die Stadt in Ausnahmezustand versetzte.

Moderator Sven Voss trifft Zeitzeugen wie den damaligen Ermittler Wolfgang Mücke und enge Schulfreunde der Opfer. Er erfährt, wie die Aussage eines Jungen den entscheidenden Hinweis lieferte. Beide Fälle werden wie immer mit aufwendig inszenierte Spielszenen und Originaldokumenten nachgezeichnet.

XY history - Mi. 30.09. - ZDF: 20.15 Uhr

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