Zu jung zum Erben: Auch diese Promis-Kids hatten Vermögensverwalter

Nach dem Tod von Hayden Panettiere hat Wladimir Klitschko die vorläufige Vermögensverwaltung für die elfjährige Tochter Kaya beantragt, um den Nachlass zu schützen. Wie wurde das bei anderen Promi-Kindern, die früh ein Elternteil verloren haben, geregelt?
von  (ae/spot)
Paris Jackson (l.) wurde im Alter von elf Jahren zur Halbwaise. Meadow Walker war 15, als ihr Vater starb.
Paris Jackson (l.) wurde im Alter von elf Jahren zur Halbwaise. Meadow Walker war 15, als ihr Vater starb. © imago images/Future Image / imago images/Image Press Agency/Chad Salvador

Wladimir Klitschko (50) will nach dem frühen Tod seiner Ex-Verlobten Hayden Panettiere (1989-2026) das Erbe der gemeinsamen Tochter Kaya (11), für die er das Sorgerecht hat, absichern. Wie das US-Portal "TMZ" unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete, hat der frühere Boxweltmeister in Kalifornien einen Antrag gestellt. Er möchte demnach vorläufig als Vormund eingesetzt werden, der die Vermögensinteressen der Elfjährigen vertritt.

Laut den Unterlagen gilt Kaya als Alleinerbin von Panettieres Vermögen in Kalifornien, da diese kein Testament hinterlassen hat. Als Minderjährige kann sie dieses jedoch nicht verwalten - ein Fall, wie ihn auch schon einige andere Promi-Kinder erlebt haben.

Anna Nicole Smiths Tochter Dannielynn

Als Model Anna Nicole Smith (1967-2007) an einer Medikamentenüberdosis im Alter von 39 Jahren starb, hinterließ sie eine kleine Tochter. Dannielynn war gerade einmal fünf Monate alt. Das Mädchen wurde zur alleinigen Erbin ihrer Mutter erklärt. Gleich mehrere Männer erhoben Anspruch darauf, Dannielynns Vater zu sein.

Der Fall machte viele Schlagzeilen - auch, weil es um viel Geld ging. Anna Nicole Smith hatte mit 26 Jahren den hochbetagten Milliardär Howard Marshall geheiratet, der nach nur 14 Ehemonaten im Alter von 90 Jahren starb. Danach stritt sie jahrelang mit seinen Angehörigen um das Vermögen. Ein Gericht sprach ihr zunächst 474 Millionen Dollar zu, spätere Instanzen kürzten die Summe.

Larry Birkhead (53) wurde schließlich durch einen DNA-Test als Vater von Dannielynn bestätigt. Er erhielt das Sorgerecht und die Vormundschaft für sie. Der Streit um die Erbschaft ging weiter. Millionen für die Promi-Tochter gab es schließlich aber nicht: Mehrere Gerichte entschieden, dass das Marshall-Vermögen nicht an Anna Nicole Smith und damit ihre Erbin geht.

Paul Walkers Tochter Meadow

Paul Walker (1973-2013) starb mit 40 Jahren bei einem Autounfall. In seinem Testament hatte der "Fast and Furious"-Star seine einzige und damals erst 15-jährige Tochter Meadow (27) als Alleinerbin vorgesehen. Das Vermögen belief sich auf rund 25 Millionen Dollar. Weil Meadows Mutter Rebecca Soteros unter Alkoholproblemen litt, wollte Paul Walkers Mutter Cheryl die Vormundschaft übernehmen. In einem Antrag betonte sie, dies sei auch der Wunsch ihres Sohnes gewesen.

Die Familie einigte sich im Frühjahr 2014 jedoch außergerichtlich: Weil Soteros einem Entzug zustimmte und angeblich auch auf Wunsch von Meadow, zog Cheryl Walker ihren Antrag zurück. Am 28. Mai 2014 stellte ein Gericht das Vormundschaftsverfahren ein, da sich laut Meadows Anwältin Soteros zu dem Zeitpunkt bereits in Behandlung befand und trocken war.

Michael Jacksons drei Kinder

Michael Jackson (1958-2009) hinterließ drei minderjährige Kinder: Prince Michael (29) war zwölf, Paris (28) elf und Bigi (24) gerade mal sieben Jahre alt. Nur kurz nach dem Tod des King of Pop übertrug ein Gericht in Los Angeles seiner Mutter Katherine (96) das Sorgerecht für ihre Enkel.

Wie im Testament von 2002 festgelegt, gibt es keine Einzelpersonen direkt als Erben. Das gesamte Vermögen ging in einen Trust über, Michael Jackson legte mehrere Testamentsvollstrecker fest. Begünstigte des Trust sind die drei Kinder (40 Prozent), Katherine Jackson (40 Prozent) und wohltätige Organisationen (20 Prozent). Stirbt die Großmutter, fällt ihr Anteil ebenfalls an die Enkel. Die Kinder werden mit regelmäßigen Zahlungen aus dem Nachlass versorgt. Angeblich sind zudem größere, gestaffelte Auszahlungen festgelegt: ein Drittel mit 30, die Hälfte mit 35, den Rest mit 40.

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