Zecken erst gar keine Chance lassen: So schützen Sie sich vor den Blutsaugern

Im Hochsommer verbringen wir viel Zeit draußen. Leider lauern dort auch lästige Zecken, deren Stich durchaus gefährlich werden kann. Wir verraten Ihnen, mit welchen Schutzmaßnahmen und Haushaltsmitteln Sie den Zeckenstichen vorbeugen können.
von  teleschau
Gegen die von Zecken übertragene Krankheit Borreliose gibt es keine Impfung. Deshalb sollten Sie sich vor Zeckenstichen schützen.
Gegen die von Zecken übertragene Krankheit Borreliose gibt es keine Impfung. Deshalb sollten Sie sich vor Zeckenstichen schützen. © iStock/vzwer

Zwar sind die Tierchen klein, doch die Wirkung einer Zecke kann riesig sein: Wer von einer Zecke gestochen wurde, muss sie mit einer Zeckenzange entfernen und hoffen, dass keine gefährlichen Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen worden sind. Sie können allerdings mit dem richtigen Schutz vorbeugen, sodass es gar nicht erst zum Stich kommt. Wir verraten Ihnen, wie das am besten funktioniert.

Hohe Gräser meiden

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose gehören zu den gefährlichsten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden. Eine Impfung kann vor der Viruskrankheit FSME schützen, Ihre Kinder können bereits ab dem ersten Geburtstag geimpft werden. Leider gibt es gegen die bakterielle Erkrankung Borreliose keinen Impfschutz. Da hilft nur die eigene Vorsicht.

Hartnäckig halten sich Gerüchte, Zecken würden springen, fliegen oder sich von Bäumen auf ihre Opfer fallen lassen. Doch nichts davon stimmt. Die Blutsauger lauern auf Grashalmen und im Unterholz. Vermeiden Sie also, sich länger in hohem Gras aufzuhalten. Halten Sie sich beim Wandern und Spazieren an vorhandene, ausgetretene Wege.

Die richtige Kleidung

Die richtige Kleidung schützt Sie am besten vor Zecken. Sie sollte möglichst hell und einfarbig sein. Durch eine lange Hose, ein langes Hemd und festes Schuhwerk verhindern Sie, dass die Krabbeltierchen an Ihre Haut gelangen können. Allerdings sollten Sie dabei diese unattraktive Tragweise in Betracht ziehen. Socken über die Hosenbeine ziehen kommt zwar einem Mode-Fauxpas gleich, schützt aber effektiv gegen Zecken, wenn Sie sich Outdoor-Aktivitäten widmen. T-Shirt oder Hemd sollten Sie ebenfalls in die Hose stecken, damit die krabbelnden Parasiten Ihrer Haut fernbleiben.

Repellents nutzen

In Ihrer Apotheke können Sie sogenannte Repellents mit zeckenabwehrenden Wirkstoffen bekommen. Ihr Körpergeruch erscheint durch das Auftragen auf der Haut für Zecken eine gewisse Zeit lang uninteressant. Die Wirkstoffe und Wirkungszeiten der Mittel variieren allerdings stark und können Allergien auslösen, daher sollten Sie sich vorher gut informieren.

Regelmäßig die Haut untersuchen

Auch wenn Sie Repellents verwenden, sollten Sie nicht versäumen, Ihre Haut regelmäßig alle 30 bis 60 Minuten auf Zecken zu untersuchen. Verzichten Sie also besser auf schwarze Kleidung, denn auf hellen Shirts und Hosen entdecken Sie die Tierchen besser. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Körper und den Ihrer Kinder nach einem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken abzusuchen. Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen, schauen Sie also besonders an den Armen, den Kniekehlen, dem Kopf, dem Hals und im Intimbereich.

Diese Hausmittel halten zecken fern

Es gibt auch Hausmittel, die als natürliche Repellents eingesetzt werden können. Doch ist deren Wirkung nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Wenn Sie trotzdem den natürlichen Mitteln gegenüber den chemischen den Vorzug geben möchten, versuchen Sie es mit folgenden Hausmitteln zur Zeckenabwehr:

Auch wenn für uns Menschen Kokosöl immer ein wenig nach Urlaub riecht - Zecken mögen diesen Geruch gar nicht. Die darin enthaltene Laurinsäure hält die Krabbeltierchen angeblich fern. Am besten, Sie reiben sich von oben bis unten mit dem Öl ein.

Gegen Vampire soll Knoblauch ja helfen, warum dann nicht auch gegen die krabbelnden Blutsauger? Schwedische Forscher der Lund Universität in Malmö haben die Wirkung an Mitgliedern des Militärs getestet. Probanden, die Knoblauchpulver schluckten, wurden deutlich weniger von Zecken gestochen, als solche, die keinen Knoblauch zu sich nahmen. Essen Sie aber nicht zu viel davon, sonst halten Sie auch Ihre Mitmenschen fern.

Schwarzkümmelöl werden viele positive Einflüsse auf unsere Gesundheit nachgesagt, auch eine zeckenabwehrende Wirkung wird ihm zugeschrieben. Das Öl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Wenn Sie den Geschmack nicht mögen, können Sie es auch zum Kochen verwenden oder in einen Fruchtsaft mischen.

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