Christian Neureuther über neues Projekt am Starnberger See: "Nicht nur ein Promi-Club"
Schon seit Jahrzehnten engagiert sich Skifahrer-Legende Christian Neureuther mit Herzblut für soziale und karitative Zwecke. Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, lagen nicht nur ihm und seiner verstorbenen Frau Rosi Mittermaier († 2023) seit jeher am Herzen – auch Sohn Felix Neureuther setzt sich mit seiner Stiftung gerade für die Gesundheit und Bewegung der jungen Mitglieder der Gesellschaft ein.
Christian Neureuther plant mit "Eagles Charity Club" offenes Segel-Event am Starnberger See
Seit über zwei Jahren steht Christian Neureuther zudem gemeinsam mit Ex-Tennis-Profi Anke Huber an der Spitze des "Eagles Charity Club". Doch während die Clubevents sonst üblicherweise eher dem exklusiven Kreis der (prominenten) Eagles-Mitglieder zugänglich sind, plant der Club, der sich seit über 30 Jahren für Menschen in Not einsetzt, jetzt etwas Besonderes: Am 14. und 15. August veranstalten die Eagles gemeinsam mit der "Turning Point Stiftung" und dem Bayerischen Yachtclub erstmalig ein für alle offenes Segel-Event am Starnberger See – inklusive exklusiver "Charity Summer Night" mit prominenten Gästen wie den Schauspielern Simon Licht und Jan Hartmann oder Felix Neureuther am Starnberger See, Golf-Abschlag auf den See und großer Segel-Regatta zum Abschluss.
Das Besondere: Die Teilnehmer segeln mit körperlich oder geistig benachteiligten Kindern und Jugendlichen, die bereits Erfahrung im Segelsport haben. Im Interview erzählt Neureuther der AZ, welche Erfahrungen er persönlich schon mit dem Segelsport gemacht hat, warum ihm gerade dieses Projekt so am Herzen liegt – und wie es in Sachen Urlaubsplanung mit der ganzen Familie aussieht.
"Eagles Charity Club" arbeitet eng mit Felix-Neureuther-Stiftung zusammen
AZ: Herr Neureuther, planen Sie am 14. und 15. August ebenfalls mitzusegeln?
CHRISTIAN NEUREUTHER: Ich habe im Laufe meines Sportlerlebens viele verschiedene Sportarten ausprobiert – und Segeln fasziniert mich sehr, findet ja auf geschmolzenem Schnee oder Eis statt (lacht). Die Kombination aus Natur, Technik und Teamgeist begeistert mich dabei besonders. Die geplante Team-Aufteilung sieht ja vor, dass auf jedem Boot zwei Kinder mit Einschränkungen von der "Turning Point Stiftung", zwei Teilnehmer sowie ein Profi mitsegeln. Was für eine Motivation! Falls spontan noch ein Mann an Bord benötigt wird, springe ich selbstverständlich gerne mit an Bord.
Was macht gerade dieses Projekt aus Sicht der Eagles so unterstützenswert und besonders?
Wir Eagles wurden 1993 in Starnberg gegründet. Ich erinnere mich noch gut, weil wir auf einer Terrasse saßen und genau über den Yachtclub auf den See schauen konnten. Das wirkte wie eine Inspiration. Seitdem setzen wir uns dafür ein, über Spenden Geld für soziale Projekte zu sammeln. Die Projekte sind so vielfältig wie die Eagles-Mitglieder selbst, aber es liegt ein klarer Fokus auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen durch inklusiven Sport und Bewegungsprogramme. Dieses Segel-Event zugunsten der "Turning Point Stiftung" vereint genau das: Es schafft Begegnungen, vermittelt Freude an Bewegung und öffnet jungen Menschen mit Einschränkungen eine Tür zu einer Sportart, die man sonst nicht so leicht ausprobieren kann. Besonders ist für uns, dass hier nicht nur der Sport im Mittelpunkt steht, sondern auch Werte wie Teamwork, Gemeinschaftssinn, Verantwortung und Respekt gegenüber der Natur – ähnlich wie bei den Projekten der Felix-Neureuther-Stiftung, mit der die Eagles seit vielen Jahren eng zusammenarbeiten. Zum Yachtclub verbindet mich auch die Freude, dass ich Wolfi Rappel vom Yachtclub, den Segelweltmeister von 1985, persönlich kennenlernen durfte.
Christian Neureuther: "Freue mich auf ein paar entspannte Tage mit der Familie"
Üblicherweise sind Eagles-Veranstaltungen ja nicht "offen" für jedermann, sondern finden eher clubintern statt – was versprechen Sie sich von dieser Öffnung?
Mit Eagles-Next-Level-Events wie diesem möchten wir bewusst eine breite Zielgruppe ansprechen – auch abseits des Golfplatzes – und Hemmschwellen abbauen. Für uns ist diese Öffnung ein wichtiger Schritt. Wir wollen zeigen, dass die Eagles nicht nur ein Club prominenter Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen, aus dem Sport und aus der Wirtschaft sind. Wir sind eine Gemeinschaft, in der jeder willkommen ist, der sich für den guten Zweck engagieren und unsere Mission des "Gutes tun" unterstützen möchte. Gerade in Zeiten wie diesen ist es ein Privileg, helfen zu können. Der Erfolg der Eagles setzt sich aus vielen tollen Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck zusammen.
Der Sport begleitet Sie Ihr ganzes Leben: Warum ist ein körperlich aktives Leben gerade für junge Menschen so wichtig? Was kann der Sport ihnen geben?
Sport ist für mich immer ein guter Lebensbegleiter gewesen – und ich bin überzeugt, dass er jungen Menschen unglaublich viel geben kann. Er stärkt nicht nur den Körper, sondern auch das Selbstvertrauen. Man lernt, Ziele zu setzen, Rückschläge auszuhalten und gemeinsam Erfolge zu feiern. Sport schafft Freundschaften, Struktur und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital ist, ist Bewegung ein wertvoller Ausgleich. Wer in jungen Jahren lernt, einen Ausgleich durch Bewegung zu finden, profitiert davon bis ins hohe Alter.
Das Event findet mitten in den Sommerferien statt – haben Sie auch noch einen Urlaub mit der Familie geplant?
Natürlich freue ich mich auch auf ein paar entspannte Tage mit der Familie. Die Sommerferien sind für uns immer eine schöne Gelegenheit, Zeit miteinander zu verbringen – und die schönsten Urlaubsziele haben wir meiner Meinung nach hier im schönen Bayern direkt vor der Nase. Ob in den Bergen, am See oder einfach zu Hause: Am Ende ist es fast egal, wo man ist – Hauptsache gemeinsame Zeit mit der Familie abseits des täglichen Trubels.

