"Wut in Taten verwandeln": Katy Perry fordert zu Protest gegen ICE auf

Katy Perry meldet sich zu den drastischen Aktionen der US-Einwanderungsbehörde ICE zu Wort. Die Sängerin will ihre 200 Millionen Instagram-Follower mobilisieren und liefert ihnen eine Vorlage für Beschwerdeschreiben.
von  (eyn/spot)
Katy Perry ist mit dem ehemaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau liiert.
Katy Perry ist mit dem ehemaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau liiert. © imago/ZUMA Press/Alessio Marini/LiveMedia

Die Bilder der harten Einsätze der von Präsident Donald Trump (79) vorangetriebenen Einwanderungsbehörde ICE erschüttern die USA. Jetzt erhebt auch Katy Perry (41) ihre Stimme und wendet sich mit einem eindringlichen Appell an ihre über 200 Millionen Instagram-Follower. "Es ist an der Zeit, Wut in Taten zu verwandeln", schrieb die Sängerin am Dienstag auf der Plattform.

In dem dazugehörigen Post erklärt sie ihren Anhängern, dass sie die Macht hätten, das US-Parlament zum Stopp der ICE-Finanzierung zu bewegen. Die Sängerin ruft dazu auf, Protestschreiben an US-Senatoren zu schicken oder bei ihnen anzurufen. Die Vorlage für eine konkrete Formulierung für ein Beschwerdeschreiben lieferte sie gleich mit. Darin heißt es, die Verhaftungen von US-Bürgern und Ausländern sowie Angriffe auf friedliche Demonstranten seien "nicht mehr zu ertragen".

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Ihr Aufruf folgt auf die tödlichen Schüsse auf den 37-jährigen Intensivpfleger Alex Pretti, der am 24. Januar am Rande eines Protests gegen Abschiebe-Razzien von Bundesbeamten erschossen wurde. Der Fall hat die ohnehin aufgebrachte Stimmung in den USA weiter angeheizt. Die Behörden stellten den tödlichen Schusswaffengebrauch zunächst als Notwehr dar, Videos von der Szene und ein vorläufiger Untersuchungsbericht der Grenzschutzbehörde CBP zeichnen aber ein anderes Bild.

Weitere Stars beziehen Stellung

Der Popstar, der seit einigen Monaten mit dem ehemaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau (54) liiert ist, reiht sich in eine wachsende Liste prominenter ICE-Kritiker ein. Beim Sundance Film Festival trugen Natalie Portman und Olivia Wilde etwa demonstrativ "ICE out"-Anstecker. Letztere bezeichnete die Migrationsbehörde gegenüber "Variety" als "kriminelle Organisation", die "Menschen ermordet."

Schauspieler Edward Norton verglich die Behörde gegenüber dem "Hollywood Reporter" mit der Gestapo. Autor Stephen King schrieb auf X knapp: "Alex Pretti wurde ermordet." Dichterin Amanda Gorman widmete dem Getöteten ein Gedicht. Auch Jennifer Aniston, Cynthia Nixon, Pedro Pascal, Florence Pugh, Mark Ruffalo und Jamie Lee Curtis meldeten sich kritisch zu Wort. Ex-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle nannten Prettis Tod einen "Weckruf für jeden Amerikaner". Sängerin Billie Eilish fragte ihre Promi-Kollegen auf Instagram: "Wann werdet ihr euch zu Wort melden?"

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