Wolfgang Rademann: Das waren seine besten Sprüche

Wolfgang Rademann brachte die heile Welt ins Fernsehen. Am Sonntag starb er mit 81 Jahren in Berlin. Um einen kecken Spruch war der TV-Produzent nie verlegen. Seine besten Sprüche lesen Sie hier.
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Wolfgang Rademann und Ruth Maria Kubitschek waren 40 Jahre lang zusammen.
dpa Wolfgang Rademann und Ruth Maria Kubitschek waren 40 Jahre lang zusammen.

München - Der Berliner schrieb mit seinen Serien immer wieder Fernsehgeschichte. Neben Quotenknüllern aus der Welt der Ärzte und Kreuzfahrt-Kapitäne schuf er auch Komödien mit TV-Stars wie Harald Juhnke und Günter Pfitzmann.

Mit einer Sammlung seiner besten Sprüche erinnert die AZ an den großen Fernsehmacher:

 

„Ich achte nicht auf Cholesterin oder Fett, trinke relativ viel und treibe keinen Sport.“ Rademann mit 69.

...über das Erfolgsgeheimnis der Schwarzwaldklinik: „Die Sehnsüchte der Menschen sind heute die gleichen wie vor 20 Jahren. Niemand ist so blöd zu glauben, dass es Professor Brinkmann in der Realität gibt. Aber trotzdem sagt sich der Zuschauer: Es wäre doch schön, wenn es so einen Arzt gäbe – immer aufmerksam, kompetent und hilfsbereit. Hinzu kommt: Jeder weiß, es geht immer gut aus. Und das mögen die Leute.“

„Wer eine Botschaft übermitteln will, sollte zur Post gehen, nicht zum Film.“ Rademann in Anlehnung an Billy Wilder.

„Fernsehmacher sollten auf ihren Bauch hören – und auf ihre Frauen, dann hätten sie mehr Erfolg.“ Rademann im „Spiegel“.

Lesen Sie hier:

„Dass ich mich topfit fühle, verdanke ich wohl auch einem Tipp von Jopie Heesters: Vor 30 Jahren bei einem Besuch in seinem Haus in Starnberg hat er mir das Knoblauchessen beigebracht.“ Rademann 2005.

...über Sunnyi Melles: „Mensch, die Sunnyi ist ja immer so blass - aber das ist wohl ihr Markenzeichen.“

"Ich wollte Heide Keller knutschen"

...über das Traumschiff: „Alle denken, wir liegen nur in der Sonne und krabbeln am Busen rum – nee, wir müssen auch arbeiten. Ich erfinde doch nicht etwas und bin nicht dabei, da könnte ich gleich ,Derrick’ drehen.“

...über die Chefstewardess vom Traumschiff: „Ich wollte einmal Heide Keller knutschen, habe es versucht, aber leider war es an Bord zu hell. Das hätten alle gesehen.“

...über seine Anfänge: „Ich hatte als Journalist Kontakt zu vielen Künstlern, darunter Caterina Valente. Mein ,BZ’-Kollege Henno Lohmeyer erfand fürs ZDF die Sendung ,Das Leben ist die grösste Show’ – ich hatte die Redaktion. Nach einigen Sendungen mit Henno habe ich dann als erste eigene Produktion ,Sing mit Horst’ mit Horst Jankowski auf die Beine gestellt. So ging es los.“

...über seine Vorliebe für erfahrene Schauspieler:„Ich kenne mich bei diesen Schauspielern einfach viel besser aus als bei den jungen – deren Namen sagen mir oft nichts. Es ist ja auch bei der Flut von Programmen heute schwer, sich einen Namen zu machen. Und es ist immer wieder eine Freude, die großen Stars von gestern agieren zu sehen.“

...über seine Besetzung: „Ich versuche von vornherein, Leute, die als Alkoholiker bekannt sind oder als Randalierer, nicht zu engagieren. Es ist erstaunlich, aber nach all den Jahren stehen nur drei Namen auf meiner schwarzen Liste.“

„Ich fahre Taxi – und ab und zu mit dem Rad durch den Wald.“ Rademann auf die Frage, warum er keinen Führerschein besitzt

„Mein Reisegepäck ist immer so klein wie möglich. Es ist mir schon passiert, dass ich auf dem Flug nach New York merkte, dass meine Schuhsohle ein Loch hat und ich beim Umsteigen in Frankfurt schnell Schuhe kaufen musste. Oder dass ich auf einer Reise plötzlich kühle Luft durch einen Riesen-Riss in der Hose spürte und natürlich keinen Ersatz mithatte.“

„Von wegen Kochen: Ich bin imstande, mir schon beim Stulleschmieren den Arm zu brechen. Freunde haben mir für Notfälle eine Mikrowelle geschenkt, aber es kann passieren, dass ich nichts im Gefrierschrank finde, weil meine Haushälterin wieder einmal alle abgelaufenen Sachen aussortiert hat.“

„Ich langweile mich schnell. Deshalb lade ich niemand zu mir ein, sondern besuche die Leute, da kann ich aufstehen und gehen, wann ich will.“

...über Wussow: „Ohne Klausjürgen wäre die ,Schwarzwaldklinik’ nie Deutschlands erfolgreichsteTV-Serie mit bis zu 28 Millionen Zuschauern geworden. Er war ein Glücksfall. Und dabei hatte ich ursprünglich Armin Mueller-Stahl für die Rolle vorgesehen. Doch er wollte keine Serie drehen, noch nicht mal zwölf Folgen.“

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