Monika Gruber über Wandel in München: "In Schwabing ist nichts mehr los"
Wolfgang Fierek (75) wuchs im Münchner Umland auf und kennt die Stadt doch wie seine Westentasche. Mit Schwabing verbindet der Schauspieler bis heute viel – in dem Viertel war er beruflich wie privat oft unterwegs. Doch der berühmte Münchner Stadtteil hat sich stark verändert, ist sich Fierek sicher. Welche Beobachtungen er über die Jahre machen musste, verrät er jetzt.
Wolfgang Fierek über Wandel in Schwabing: Was der Schauspieler bedauert
"Die ganzen alten Klubs, die es dort gegeben hat, gibt's nicht mehr", sagt Wolfgang Fierek über Schwabing. "Es gibt auch diese typischen Typen nicht mehr", so der Schauspieler im Podcast "Die Gruaberin". Das Viertel sei einst von schillernden Persönlichkeiten geprägt gewesen – das habe im Laufe der Jahre deutlich nachgelassen. Der Grund ist offenbar ein trauriger: "Die Leute sterben einfach weg, das kommt halt dazu." In Schwabing machte Fierek viele schöne Erfahrungen. Dass der Stadtteil nicht immer so bleiben konnte, wie er ihn liebte, bedauert er sehr: "Die Zeiten haben sich geändert."

Monika Gruber teilt Beobachtung: Schwabing jetzt "bieder und lahm"
Auch Fiereks Gesprächspartnerin Monika Gruber konnte einen Wandel in Schwabing beobachten: "Da war ja wirklich die Hölle los mal. Heute, finde ich, ist da ja nichts mehr los. Da sind ja irgendwie keine gescheiten Klubs mehr." Wie Fierek verbindet auch die Kabarettistin viele schöne Erinnerungen mit dem Viertel: "Und jetzt ist irgendwie alles so brav dort, so bieder und lahm. Alles ist so weichgebürstet und alle trinken nichts mehr."
Für die 55-Jährige stand Schwabing stets für Partys und wilde Nächte. Von diesem Flair sei heute aber nicht mehr allzu viel übrig. Wolfgang Fierek vermutet: "Vielleicht ist es echt auch die Zeit. Es gibt halt andere Typen, die ich vielleicht nicht mehr kenne und du auch nicht." Der Schauspieler deutet damit an, dass Schwabing heute von einer anderen Generation geprägt wird. Diese Entwicklung scheint er aber nicht als gut oder schlecht zu werten – vielmehr als natürlichen Lauf der Dinge.
Münchner durch und durch: Leben von Wolfgang Fierek
Wolfgang Fierek fand in den 70er-Jahren den Weg in die Schauspielerei. Die Bekanntschaft mit dem Münchner Filmemacher Klaus Lemke öffnete ihm das Tor in die Filmwelt. Sein Mitwirken in Produktionen wie "Idole" (1976), "Amore" (1978), "Starke Zeiten" (1988) sowie "Pumuckl und der blaue Klabauter" (1994) machten ihn zu einem bekannten Gesicht der Branche. Auch in beliebten Serien wie "Die Rosenheim-Cops" oder im "Tatort" war Fierek bereits zu sehen. Der Schauspieler lebt heute mit seiner Frau Djamila in Aying, südlich von München.
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