William Shatner kämpft für umstrittenen Weihnachtssong

Der Weihnachts-Klassiker «Baby, It's Cold Outside» ist in Misskredit geraten. Einige US-Sender spielen das 1944 komponierte Lied nicht mehr, das auch Lady Gaga schon gesungen hat.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
William Shatner macht sich für "Baby, It's Cold Outside" stark.
Caroline Seidel/dpa William Shatner macht sich für "Baby, It's Cold Outside" stark.

Los Angeles - Schauspieler William Shatner (87, "Star Trek") kämpft für den umstrittenen Weihnachtssong "Baby, It's Cold Outside". Dieser war zeitweise bei einigen US-Sendern von der Playlist gestrichen worden, da Kritiker den Text als Beschreibung einer Beinahe-Vergewaltigung ansehen.

Auf Twitter sprach Shatner von einer "Zensur von Klassikern", weil bestimmte Menschen "die Dinge durch ihre eigene kurzsichtige Brille" beurteilten.

Begonnen hatte die Kontroverse beim Radiosender Cleveland's Star 102 (WDOK-FM) aus dem US-Bundesstaat Ohio, der im Advent ausschließlich Weihnachtslieder spielt. Der Song werde aus dem Programm genommen, teilte der Sender Ende November mit, er sei nicht mehr zeitgemäß. Andere US-Sender sowie die kanadische CBC folgten. Nach Hörerprotesten ruderten einige wieder zurück, darunter die CBC.

"Nicht jeder interpretiert den Text gleich", so ein Statement, "daher kann es sein, dass Zuhörer das Lied überspringen wollen, wir verstehen aber, dass nicht jeder mit dieser Entscheidung einverstanden ist."

"Baby, It's Cold Outside" ist unter anderem von Dean Martin, Ray Charles, Lady Gaga und Michael Bublé aufgenommen worden. Wahrgenommen wird der Song als Versuch eines Mannes, eine Frau zu überreden, über Nacht bei ihm zu bleiben. In dem Dialog fallen unter anderem die Worte "I ought to say "No, no, no, sir"...", also auf Deutsch "Ich sollte "Nein, Nein, Nein" sagen...".

Geschrieben wurde das Lied 1944 vom Broadway-Komponisten Frank Loesser. Wie die "Washington Post" schon 2014 schrieb, habe dieser den Song auf Partys im Duett mit seiner Frau gesungen. In den Originalnoten sei der männliche Part als "Wolf" und der weibliche als "Maus" bezeichnet worden. Es sei also um etwas völlig anderes gegangen als heute hinein interpretiert werde.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren