Wie Discomusik die Welt eroberte

Die BeeGees, Patti LaBelle und Donna Summer gehören zu den Ikonen der Disco-Ära. Wie das Musikgenre Anfang der 1970er-Jahre zum globalen Phänomen avancierte, rekapituliert eine dreiteilige Dokumentationsreihe bei ARTE.
von  Jasmin Herzog
Victor Willis war einst Teil der Village People.
Victor Willis war einst Teil der Village People. © ARTE / BBC Studios

Die Musikwelt erlebte Anfang der 70er-Jahre eine kleine Revolution: Beherrschten zuvor R'n'B, Soul und Funk die Nachtclubszene, ebnete sich damals eine ganz neue Musikrichtung den Weg nach oben. Von den Black-, Latin- und Gay-Clubs im New Yorker Untergrund begann die Discomusik - eine neue Mischung aus den zuvor genannten Genres - ihren unaufhörlichen Siegeszug um die Welt. Diesem Phänomen trägt die dreiteilige Musik-Dokumentationsreihe "Disco - Soundtrack eines Aufbruchs" Rechnung, die nun bei ARTE in einem Stück wiederholt wird.

Regisseurin Grace Chapman lädt Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine musikalische Zeitreise zwischen Mixing, Beatmatching und "Four On The Floor"-Drumbeat ein. Doch die sehenswerte Dokureihe richtet sich nicht nur an Musiknostalgiker. Die drei Folgen zeigen auch, wie das neue Genre Inklusion, Toleranz und Identität stiftete - und wie Disco den Minderheiten der Metropolen als Soundtrack und ihnen der Club als Safe Space diente.

Bis das Genre schließlich nach einigen Jahren nicht mehr aufzuhalten war: Nach dem Aufstieg dank Acts wie Donna Summer und Clubs wie dem Studio 54 geriet Disco schließlich mit Hits wie "Saturday Night Fever" zum Mainstream-Erfolg. Ihre Sicht auf die Dinge schildern in der Doku unter anderem Victor Willis, der als Teil der Village People international bekannt wurde, R&B-Sängerin Thelma Houston und Disco-Pionier George McCrae.

Online sind die drei je knapp einstündigen Folgen vom 2. bis 31. August bei ARTE als Stream abrufbar.

Disco - Soundtrack eines Aufbruchs - So. 02.08. - ARTE: 22.50 Uhr

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