Wer lügt, wer lässt sich manipulieren? Reality-Gameshow testet wieder Vertrauen und Menschenkenntnis

Wer frisst und wer wird gefressen? Wer ist der böse Werwolf im Dorf - und wer lässt sich nicht manipulieren? Nach dem großen Streamingerfolg der ersten Staffel kehrt die TV-Spieleadaption "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" nun ins Erste zurück.
Maximilian Haase |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Reality-TV im Ersten: Wenn sich die Dorfbewohner nachts in die Hütten zurückziehen, kommen die Werwölfe heraus.
ARD 2 Reality-TV im Ersten: Wenn sich die Dorfbewohner nachts in die Hütten zurückziehen, kommen die Werwölfe heraus.
Michael Kessler begleitet das "Werwolf"-Format wieder als Erzähler aus dem Off.
2022 Getty Images/Joshua Sammer 2 Michael Kessler begleitet das "Werwolf"-Format wieder als Erzähler aus dem Off.

Reality-TV nun auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Das sorgte vor der Ausstrahlung der ersten Staffel von "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" im letzten Jahr für einige Diskussionen. Das Publikum jedenfalls schien Gefallen an der Adaption des französischen Gesellschaftsspiels "Die Werwölfe von Düsterwald" (2001) zu finden: Sorgten die zwölf Folgen linear für durchschnittliche Einschaltquoten, geriet das Format im Stream mit rund fünf Millionen Abrufen zum Riesenerfolg und wurde zudem mit dem Deutschen Entertainment Award prämiert. Kein Wunder also, dass das Erste nun eine zweite Staffel der Reality-Gameshow nachlegt.

"Wer glaubt, 'Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung' nach Staffel eins zu kennen, wird überrascht sein", lässt sich Gastgeber Michael Kessler zitieren, der die Sendung wie schon im vergangenen Jahr als Erzähler aus dem Off begleitet. Das Konzept der Show, die neben dem preisgekrönten Originalspiel auch auf der in Frankreich 2024 veröffentlichten Film- und Realityshow-Adaption basiert, bleibt weitgehend gleich: 15 nicht-prominente Kandidatinnen und Kandidaten verkörpern die Bewohner eines Dorfes im Wald. Anfangs wird jedem ohne das Wissen der anderen eine Rolle zugeteilt. Unter den Menschen finden sich drei Werwölfe, die nachts die Dorfbewohner eliminieren und tagsüber manipulieren. Während die Fabeltiere alles dafür tun, nicht enttarnt zu werden, müssen die Menschen herausfinden, wer sie belügt. Dem Sieger oder der Siegerin winken 25.000 Euro Preisgeld.

Wer wird gefressen?

Ab 18.50 Uhr erfahren die Teilnehmenden in der ersten Folge ihre Rollen. Schon beim Aufdecken der Karten gilt es, die anderen genau zu beobachten: Wer verhält sich verdächtig? Wer schauspielert nur? Bereits zuvor bekommen die Kandidatinnen und Kandidaten mitgeteilt, dass die Hexe schon unter ihnen weilt. Sie gehört zu den Sonderrollen, die einige der Menschen im Laufe des Spiels annehmen können. Wie auch der Wolfshund, der anfangs vor die Entscheidung gestellt wird, sich dem Wolfsrudel anzuschließen oder den Dorfbewohnern zu helfen.

In der zweiten Folge (ab 19.15 Uhr) können sich die Teilnehmenden in Kleingruppen darüber austauschen, was sie bislang wahrnehmen: Es geht um Gestik und Mimik der anderen, um kleinste Auffälligkeiten und eigenartiges Verhalten. Hier kommt zur Sprache, wer bereits von Anfang an verdächtigt wird. Wie das Erste verrät, soll ein Mitspielender dabei das Geschehen besonders scharfsinnig beobachten - eine besondere Gabe oder nur der Versuch, den Verdacht auf andere zu lenken? Die Werwölfe treffen sich schließlich, um ihr erstes Opfer zu suchen. Wer gefressen wurde, wird erst am nächsten Morgen klar.

"Völlig unerwartete Wendung"

"Wem kannst du trauen - wenn alle lügen?" - so fasst die ARD die Grundfrage des unterhaltsamen Formats zusammen, das mit urmenschlichen Verhaltensweisen, Gruppenprozessen und gewichtigen Fragen um Manipulation, Ehrlichkeit und Täuschung experimentiert.

"Ich habe selten Menschen erlebt, die so herzlich miteinander lachen - und sich im nächsten Moment mit voller Überzeugung gegenseitig verdächtigen", berichtet Schauspieler und Comedian Michael Kessler von seinen Beobachtungen als Erzähler. Er habe hautnah miterleben können, "wie selbst die engsten Bündnisse innerhalb weniger Augenblicke zerbrechen". Genau dann, so der 59-Jährige, "wenn man glaubt, jemanden durchschaut zu haben, nimmt Staffel 2 eine völlig unerwartete Wendung".

Die ersten vier Folgen stehen ab 24. September in der ARD Mediathek zum Abruf bereit, die Episoden 5 bis 8 dann ab 1. Oktober sowie die Episoden 9 bis 12 ab 8. Oktober. Linear zeigt das Erste nach den ersten beiden Folgen auch die Episoden 5 und 6 (Donnerstag, 1. Oktober, ab 18.50 Uhr).

Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung - Do. 24.09. - ARD: 18.50 Uhr

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur teleschau. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an info@teleschau.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.