Weltfrauentag: Königin Camilla ehrt inspirierende Frauen

Zum Internationalen Frauentag hat das britische Königshaus auf Instagram acht Frauen gewürdigt, die Königin Camilla im vergangenen Jahr beeindruckt haben - darunter eine Vergewaltigungsüberlebende, eine Rennreiterin und eine preisgekrönte Autorin.
(ili/spot) |
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Königin Camilla (l.) ehrt am Internationalen Frauentag unter anderem Gisèle Pelicot.
Königin Camilla (l.) ehrt am Internationalen Frauentag unter anderem Gisèle Pelicot. © Aaron Chown / POOL / AFP via Getty Images

Zum Internationalen Frauentag hat der offizielle Instagram-Account des britischen Königshauses am 8. März acht Frauen in den Mittelpunkt gerückt, denen Königin Camilla (78) im Laufe des vergangenen Jahres persönlich begegnet ist oder deren Arbeit sie bewegt hat. Der Beitrag steht unter dem Motto "Mut, Kreativität und Mitgefühl" - und illustriert, was das für ganz unterschiedliche Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen bedeuten kann. Begleitet wird die Auswahl von einem Zitat der Königin aus dem Jahr 2024: "Lasst eure Leben zu Steinen werden, die überall Glasdecken zerschlagen und kommende Generationen inspirieren."

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Die erste Frau auf der Liste der Königin: Gisèle Pelicot, Überlebende des aufsehenerregendsten Vergewaltigungsprozesses in der Geschichte Frankreichs. Sie hatte im Prozess gegen ihren Ex-Mann auf ihr Recht auf Anonymität verzichtet und damit eine weltweite Debatte über sexualisierte Gewalt ausgelöst. Im Jahr 2025 wurde sie mit dem französischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Rekordreiterin und geistliche Schwestern

Einen bemerkenswerten Weg ist auch Aamilah Aswat gegangen. Die junge Frau schrieb Geschichte als erste schwarze Rennreiterin (Jockey), die in Großbritannien ein Rennen gewann - und das als Absolventin der Riding A Dream Academy des Ebony Horse Clubs, dessen Schirmherrin Königin Camilla ist. Das Programm wurde ins Leben gerufen, um jungen Menschen aus unterrepräsentierten Gemeinschaften den Zugang zum Rennsport zu ermöglichen.

Weniger bekannt, aber in ihrer Reichweite kaum zu überbieten: Die Ordensschwestern der Internationalen Union der Generaloberen (UISG), die weltweit an der Basis tätig sind. Ihr Engagement umfasst Bildungsprogramme für Mädchen, verbesserten Zugang zur Gesundheitsversorgung, Klimaschutzarbeit und die Prävention sexueller Gewalt.

Trauer, die zu Stärke wird

Auch persönliche Verluste haben auf der Liste des Königshauses ihren Platz. John Hunt und seine Tochter Amy wurden stellvertretend für alle genannt, die nach einem Gewaltverbrechen an Angehörigen nicht schweigen, sondern weiter auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Hunts Frau Carol und zwei seiner Töchter kamen durch einen Gewaltakt ums Leben, begangen vom Ex-Freund einer der Töchter.

In eine ähnliche Richtung weist das Engagement von Sharon Baker: Die Polizeibeamtin, selbst Überlebende häuslicher Gewalt, gründete ein Netzwerk, das Polizeikollegen und Kolleginnen in ähnlichen Situationen unterstützt. Ihre Geschichte war Teil der ITV-Dokumentation "Her Majesty The Queen: Behind Closed Doors", die Königin Camillas Arbeit zum Thema häusliche Gewalt begleitete.

Literatur, Küche, Krebshilfe

Ebenfalls genannt: Dame Laura Lee, Geschäftsführerin der Krebshilfe-Organisation Maggie's, deren Präsidentin Königin Camilla ist, steht in diesem Jahr vor einem besonderen Jubiläum: Die Wohltätigkeitsorganisation, die Krebspatienten ergänzend zum NHS unterstützt, feiert ihr 30-jähriges Bestehen.

Die britisch-indische Köchin und Unternehmerin Asma Khan wiederum spendet sämtliche Gewinne ihres Restaurants Darjeeling Express während des Ramadan an wohltätige Zwecke. Sie engagiert sich außerdem in zahlreichen weiteren Projekten zur Hungerbekämpfung, darunter das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.

Den literarischen Abschluss bildet Maggie O'Farrell, deren gefeierter Roman "Hamnet" (2020) über die Familie William Shakespeares gerade als mehrfach preisgekrönter Film in die Kinos gekommen ist. Königin Camilla lud im Rahmen ihres "Queen's Reading Room"-Projekts zu einer Sondervorführung des Films ein, der die Geschichte von Shakespeare und seiner Frau Agnes erzählt - und von dem Schmerz, einen Sohn zu verlieren.

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