Christine Neubauer zeigt sich kämpferisch: "Werde alles dafür tun"

Aktuell kommt Christine Neubauer aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Gemeinsam mit Partner José Campos hat sie mit "La Puta Vida" ein eigenes Filmprojekt in Chile realisiert. Bei den Dreharbeiten in der Atacama-Wüste hat das Paar dann noch den Gang vor den Altar gewagt und sich zum zweiten Mal das Ja-Wort gegeben. Doch nicht immer läuft im Leben der Schauspielerin alles rund – vor allem mit Blick auf die deutsche Film- und TV-Branche.
Christine Neubauer ganz wehmütig: "Werden nicht mehr produziert"
Christine Neubauer will längst nicht mehr nur als Schauspielerin erfolgreich sein. Die 64-Jährige reizt es, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Wie sie der Abendzeitung verraten hat, ist es aber nicht einfach, Entscheider von ihren Projekten zu überzeugen. Aber wie geht sie selbst eigentlich an ihre eigenen Rollen ran? Für die Schauspielerin ist es wichtig, immer etwas Neues in die Filme einzubringen und Charaktere zu spielen, die sie bislang noch nicht verkörpert hat. "Genau das ist es, was mich reizt", erklärt sie dazu.
Für Christine Neubauer gibt es allerdings einen Haken: "Wobei ich sagen muss, dass es viele der Filme, die ich früher gemacht habe, heute gar nicht mehr gibt. Sie werden schlicht nicht mehr produziert." Die gebürtige Münchnerin will sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen, doch diese kann die Branche offenbar nur wenig bieten. Daher hat sie sich diesen Lebenstraum mit "La Puta Vida" einfach selbst erfüllt.

TV-Star zeigt sich kämpferisch: "Werde alles dafür tun"
Im Gespräch mit der Abendzeitung kommt Christine Neubauer aus dem Schwärmen zu ihrem neuen Film nicht heraus – die Euphorie ist ihr direkt anzusehen. "Ich spiele eine Frau aus der Colonia Dignidad, die mit über 50 Jahren die Welt noch einmal wie ein Kleinkind erlebt und das Leben neu lernen muss. Dabei entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, aber auch eine Liebesgeschichte mit einer Gangsterin." Gedreht wurde komplett auf Spanisch. "Das sind Herausforderungen, die mich unglaublich glücklich machen und auf die ich stolz bin, wenn alles gut gelungen ist."
Die sympathische Bayerin und ihr Ehemann José Campos hoffen, dass der Film nächstes Jahr auch in Deutschland starten wird. "Ich werde jedenfalls alles dafür tun", zeigt sich Christine Neubauer kämpferisch. Doch zuvor müssen sich die Zuschauer hierzulande noch gedulden. "Der Film befindet sich gerade im Schnitt, und nächstes Jahr möchten wir damit auf Festivals gehen – so, wie man es bei einem klassischen Kinofilm macht. Dafür darf er vorher noch nicht im Kino gelaufen sein", stellt die Schauspielerin im Gespräch mit der Abendzeitung klar.
Damit beweist Christine Neubauer, dass man die eigenen Geschichten selbst in die Hand nehmen kann, wenn es in der TV- und Kino-Welt zu wenig Unterstützung gibt. Und vielleicht ist das der Anstoß, den die Branche braucht, um wieder mutiger zu werden.