Wegen teurer Beerdigung: Ralf Richters Familie ruft Spendenaktion ins Leben

Nach dem Tod von Ralf Richter stehen dessen Hinterbliebene vor einer schweren Aufgabe: der Finanzierung der Beerdigung. Deshalb hat die Familie des Verstorbenen nun eine Spendenaktion ins Leben gerufen.
von  teleschau
Ralf Richter ist am 15. September im Alter von 69 Jahren gestorben.
Ralf Richter ist am 15. September im Alter von 69 Jahren gestorben. © Getty Images / Sascha Steinbach

Ralf Richter ist tot. Am Dienstag bestätigte dessen Sohn Maxwell bei Instagram das Ableben des Schauspielers: "Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben." Doch nicht nur die Trauer bereitet den Hinterbliebenen eine schwere Zeit. Zusätzlich belasten sie die finanziellen Herausforderungen, die die anstehende Beerdigung aufwirft. "Der Verlust meines Vaters Ralf trifft unsere Familie tief. Gleichzeitig stehen wir vor den Kosten, die ein würdevoller Abschied mit sich bringt", erklärt Maxwell Richter in einem aktuellen Post.

Deshalb initiierten Bekannte der Familie eine Spendenkation, "um uns in dieser schweren Zeit zu unterstützen", fuhr Richter fort. Dafür fand Richter Worte des Dankes "für eure Unterstützung, eure Anteilnahme und dafür, dass ihr Ralf in Erinnerung behaltet".

Ralf Richter startete dank Rolle in "Das Boot" durch

"Für viele Menschen war er ein bekanntes Gesicht, eine markante Stimme und eine feste Größe des deutschen Films. Für seine Familie war er vor allem eines: Vater und Großvater", heißt es auf der Spendenseite. Die "finanzielle Belastung" für eine "würdevolle" Beisetzung sei für die Familie Ralf Richters jedoch nicht zu stemmen. Die Initiatoren der Spendenaktion versicherten: "Sämtliche Spenden werden vollständig an die Familie weitergeleitet und kommen ausschließlich den Kosten rund um Ralfs Abschied und den damit verbundenen Ausgaben zugute."

Schon kurz nach dem Start der Spendenaktion zeigte sich: Sie funktioniert. Das ausgewiesene Spendenziel von 8.000 Euro war am Donnerstagmorgen (Stand 7 Uhr) bereits zu 75 Prozent erfüllt. Mehr als 100 Menschen spendeten für die Beisetzung des verstorbenen Schauspielers.

Ralf Richter verstarb am 15. September im Alter von 69 Jahren. Der Filmstar habe an COPD und einer Herzunterfunktion gelitten, erklärte sein Sohn Maxwell Richter zudem gegenüber "Bild". Seinem Vater sei es demnach "seit Längerem gesundheitlich sehr schlecht" gegangen.

Der 1957 in Essen geborene Ralf Richter war zunächst am Theater tätig und nutzte "Das Boot", um seine Leinwandkarriere anzukurbeln. In Filmen wie "Bang Boom Bang", "Superstau" und "Nicht mein Tag" mimte er meist den Ruhrpott-Rüpel. Zuletzt war er unter anderem Anfang des Jahres in einer Folge der ZDF-Krimireihe "Notruf Hafenkante" zu sehen; zudem stand er 2024 in der RTL-"Passion" als Häftling Barabbas vor der Kamera.

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