Wegen Nervenschaden: Konstantin Wecker kann kaum Klavier spielen

Anfangs nahm er es nicht ernst, heute kann Konstantin Wecker nur noch "wie ein kleines Kind" Klavier spielen. Auf Heilung kann er nicht hoffen, wie der Musiker erzählt.
(wue/spot) |
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Konstantin Wecker spricht über Suchtprobleme und darüber, dass er wohl wegen des Alkohols kaum noch Klavier spielen kann.
Konstantin Wecker spricht über Suchtprobleme und darüber, dass er wohl wegen des Alkohols kaum noch Klavier spielen kann. © imago images/Future Image/Nancy Heusel
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Seit Jahrzehnten ist Konstantin Wecker (78) als Musiker und Liedermacher bekannt, heute kann er aber kaum noch Klavier spielen. Das hat er der "Süddeutschen Zeitung" erzählt. Es gebe keine genaue Diagnose, vermutlich sei es eine Schädigung mehrerer Nerven.

"Gerade die linke Hand hatte immer wieder Ausfälle", sagt Wecker. "Ich nahm es anfangs nicht ernst, dachte mir, vielleicht hast du einfach einen schlechten Tag, das vergeht schon wieder." Er spricht von einem schleichenden Prozess, bei dem nichts vergangen sei und "es von Woche zu Woche immer schlimmer wurde".

Konstantin Wecker überzeugt: Schuld ist der Alkohol

Davon, dass "der ständige Konsum des Nervengifts Alkohol erst zu meiner Erkrankung in der Hand geführt hat", sei Konstantin Wecker fest überzeugt. Er könne kaum noch spielen, nur einfache Melodien seien möglich: "Wie ein kleines Kind. Wie ein Anfänger. Mehr ist nicht mehr drin. Und vermutlich wird das auch nicht mehr. Es gibt keine Aussicht auf Heilung."

Für ihn sei es "eine extrem harte Herausforderung", zu akzeptieren, dass er auch privat nicht mehr groß spielen kann. An seinem Klavier zu sitzen, sei für ihn "pure Meditation" gewesen. "Ich habe dabei nie geübt, ich habe einfach gespielt, mich gänzlich verloren in der Musik. Oft drei Stunden am Stück."

Unter anderem über seine Suchtprobleme geht es auch in seinem neuen Buch "Der Liebe zuliebe", das am 1. September erscheint - beim Imprint bene! der Verlagsgruppe Droemer Knaur. Laut Beschreibung ziehe Wecker in dem Buch Bilanz. Er klammere darin "auch die düsteren Zeiten nicht aus: Depression, Schwermut, Alkoholsucht, Drogenrausch, zahlreiche Abstürze, Wahnvorstellungen, Wut, Traurigkeit. Er schreibt über eine jahrzehntelange Suche und eine Wende am Abgrund."

Eine Art Wende hatte er etwa 2021 ebenfalls im Gespräch mit dem Magazin "Zeit Verbrechen" beschrieben. Eine frühere Inhaftierung wegen des Besitzes von Kokain hatte Wecker einen "Segen" genannt. "In meinem Fall war die Verhaftung meine einzige und letzte Chance, von meiner Sucht loszukommen", sagte er. "Ich war so unglaublich drauf, dass ich mir damals einen Herzinfarkt gewünscht habe, nur damit ich in eine Klinik eingewiesen werde. Ich wusste, alleine komme ich nicht mehr raus aus dem Elend."

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