Wegen eines Höhenflugs: Sender-Chef mit Rauswurf-Androhung gegen Detlef Soost
Detlef Soost (56) war für "Popstars" das, was Dieter Bohlen (72) für "Deutschland sucht den Superstar" ist: Eine Konstante und im Grunde DAS Aushängeschild der beliebten Castingshow. Doch wie Soost nun verrät, drohte ihm einst sogar die Kündigung – nachdem ihm der rasante Erfolg etwas zu doll zu Kopf gestiegen war.
Detlef Soost über "Popstars" 2009: "Arroganz der Unsicherheit"
Ob er jemals einen Höhenflug erlebt habe, möchte Barbara Schöneberger (52) von Detlef Soost wissen. "Ja, voll", gesteht der 56-Jährige im Podcast "Mit den Waffeln einer Frau". "Wenn ich heute auch viele sehe, ich verstehe das ja immer. Mir ist das auch passiert. Ich nenne es heute die 'Arroganz der Unsicherheit'. Eigentlich war ich unsicher, aber habe versucht, das zu überspielen, indem ich besonders sicher wirken wollte."
Dabei denkt Soost an die "Popstars"-Staffel 2009 zurück, die den Cast damals für einen Workshop nach Las Vegas führte: "Da war ich gerade jung mit Kate zusammen und sie war schwanger, aber niemand sollte es wissen. Und so sind wir dann beide als Coaches und ich als Juror da hin. Und das war so eine gemeinsame Energie von uns", erinnert sich der Choreograf. Sängerin Kate Hall (43), die er 2012 heiratete, hatte damals mit schlimmer Schwangerschaftsübelkeit zu kämpfen.

Wechselnde "Popstars"-Juroren: Detlef Soost gibt Unsicherheit zu
Detlef Soost erinnert sich hingegen an Konkurrenzgedanken. Er gesteht: "Ich war immer so ein bisschen genervt davon – aus heutiger Sicht völlig verständlich, dass sie das gemacht haben – dass jedes Jahr irgendjemand Neues noch mal wiederkam." Dabei meint er die wechselnden Jurymitglieder an seiner Seite: "Und ich dann manchmal so ein bisschen das Gefühl hatte, […] okay, ich rücke wieder in die zweite Reihe. [...] Plötzlich bringen sie Sido da rein, dann bringen sie plötzlich Thomas Stein da rein."
Detlef Soost gibt Höhenflug zu: ProSieben drohte sogar mit Kündigung
Daher hatte der Choreograf 2009 das Bedürfnis, sein Revier zu markieren: "In dieser Staffel hab ich dann gedacht: Jetzt bin ich hier mal an erster Stelle. Und hab mich dann aber wirklich auch, muss ich sagen, teilweise ars**lochmäßig verhalten. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, mich bei den Leuten aus der Staffel auch zu einem großen Teil zu entschuldigen, weil ich sie noch mal wiedergetroffen habe", so Soost. "Aber da in der Staffel war ich ars**lochmäßig."

ProSieben-Chef drohte mit Kündigung: "Von meinem hohen Ross runter"
Wie Detlef Soost heute erzählt, habe es damals zwei Personen gegeben, die ihm den Kopf gewaschen haben. Petra Maus, bekannte Künstlermanagerin, und Daniel Rosemann. Der ehemalige ProSieben-Chef habe ihn zur Seite genommen und klargestellt: "Du, wenn du so bist, die nächste Staffel, das wird nichts." Eine Klatsche, die Soost offenbar gebraucht hat. "Dann durfte ich relativ schnell von meinem hohen Ross runter, weil natürlich 'Popstars' schon mein Format war irgendwie. Und dann war die Angeberzeit [...], dieser Ausbruch, vorbei", meint er heute selbstreflektiert.

