Was wirklich gegen Altersflecken helft: Expertin klärt über richtige Kombination und Vitamin C auf

Im Frühjahr und Sommer stellt sich die Hautpflege um, da UV-Strahlung und Umweltfaktoren zunehmen. Wie entstehen Pigmentflecken und wie lassen sie sich im Gesicht wieder reduzieren? Die AZ hat mit Dr. Luise Berger gesprochen. Die Hautpflege-Expertin gibt konkrete Tipps zu Wirkstoffen und Pflege-Routinen und verrät, worauf es bei Vitamin C wirklich ankommt.
von  AZ
"Bei Pigmentflecken braucht es etwas Geduld: Erste Aufhellungen zeigen sich meist nach vier bis acht Wochen", erklärt Dr. Luise Berger.
"Bei Pigmentflecken braucht es etwas Geduld: Erste Aufhellungen zeigen sich meist nach vier bis acht Wochen", erklärt Dr. Luise Berger. © imago/Westend61

Und plötzlich sind sie da: dunkle Pigmente im Gesicht, die sich hartnäckig halten und einfach nicht mehr verschwinden wollen. Medizinisch sind Altersflecken zwar harmlos – für viele Betroffene aber dennoch ein störender Makel.

Dr. Luise Berger: Hauptursache für Pigmentflecken ist UV-Strahlung

Woher sie kommen, erklärt Dr. Luise Berger: "Die Hauptursache ist ganz klar UV-Strahlung. Über Jahre hinweg wird die Melaninproduktion immer wieder angeregt, bis sich das Pigment irgendwann ungleichmäßig in der Haut ablagert. Genetik, hormonelle Einflüsse oder auch Entzündungen können das zusätzlich begünstigen."

Wie schnell entstehen Altersflecken durch Sonneneinstrahlung?

Dabei entwickeln sich die Flecken meist schleichend. Dr. Berger, die sich mit Skincare bestens auskennt und eine eigene Pflegelinie hat, erklärt: "Altersflecken entstehen nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich meist über Jahre. Ein intensives Sonnenbad – vor allem zur Mittagszeit – kann aber dazu führen, dass bestehende Pigmentierungen plötzlich stärker sichtbar werden oder erstmals auftreten, wenn die Haut bereits vorgeschädigt ist."

Hautpflege-Expertin Dr. Luise Berger ist Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Praxis in München
Hautpflege-Expertin Dr. Luise Berger ist Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Praxis in München © Sabina Radtke

Dunkle Pigmente im Gesicht vorbeugen: Das ist der wichtigste Schutz

Wer Altersflecken vermeiden will, muss vor allem eines tun: die Haut schützen. "Der wichtigste Hebel ist täglicher UV-Schutz – konsequent und das ganze Jahr über. Ideal ist eine Tagespflege mit LSF 50+, die die Haut zuverlässig vor täglicher UV-Belastung schützt", so Dr. Berger.

Doch damit nicht genug: "Zusätzlich sollte man direkte Mittagssonne meiden, auf mechanischen Schutz wie Sonnenbrille oder Hut setzen und die Haut mit antioxidativen Wirkstoffen unterstützen."

Pflege: Diese Wirkstoffe helfen wirklich bei Pigmentflecken

Bei bereits vorhandenen Pigmentflecken kommt es auf die richtige Pflege an.

Laut Expertin ist vor allem die richtige Kombination entscheidend:

  • Vitamin C wirkt antioxidativ und kann den Teint ebenmäßiger erscheinen lassen
  • Retinol unterstützt die Zellerneuerung
  • Tranexamsäure wirkt gezielt gegen Pigmentbildung
  • Potassium Azeloyl Diglycinate hilft den Hautton auszugleichen und wirkt zusätzlich bei Unreinheiten

Dr. Berger betont aber: "Ohne konsequenten Sonnenschutz arbeitet man gegen die eigene Pflege."

Vitamin C: Darauf kommt es wirklich an

Ein besonders beliebter Inhaltsstoff ist Vitamin C. Doch nicht jedes Produkt wirkt gleich gut. "Vitamin C ist ein toller, aber empfindlicher Wirkstoff. Entscheidend sind eine stabile Formulierung, eine ausreichend hohe Konzentration und eine Verpackung, die vor Licht und Luft schützt – sonst verliert es schnell an Wirkung", sagt Dr. Luise Berger.

Aufhellungen: Wann erste Ergebnisse sichtbar sind

Wer auf einen Turbo-Effekt hofft, braucht etwas Geduld. "Ein frischeres Hautbild sieht man oft relativ schnell. Bei Pigmentflecken braucht es etwas Geduld: Erste Aufhellungen zeigen sich meist nach vier bis acht Wochen, deutlichere Ergebnisse nach einigen Monaten – vorausgesetzt, man bleibt konsequent", weiß die Hautpflege-Expertin.

Peelings als sinnvolle Ergänzung

Auch chemische Peelings können unterstützen – wenn sie richtig eingesetzt werden, erklärt Dr. Berger: "Als Ergänzung sind sie sehr sinnvoll. Sie entfernen abgestorbene Hautzellen und sorgen dafür, dass die Haut insgesamt gleichmäßiger wirkt. Gleichzeitig können Wirkstoffe danach besser aufgenommen werden." Allerdings gilt: "Nach einem Peeling ist die Haut empfindlicher – deshalb ist konsequenter Sonnenschutz hier besonders entscheidend."

Ebenmäßigeren Teint: Kombination und Konsequenz sind entscheidend

Altersflecken lassen sich nicht über Nacht entfernen – aber gezielt behandeln. Entscheidend ist laut Expertin Dr. Berger die richtige Kombination aus Wirkstoffen, konsequenter UV-Schutz und Geduld. Wer dranbleibt, kann sich über einen ebenmäßigeren Teint freuen.

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