Was steckt hinter den Helene-Fischer-Attacken?

Die "Atemlos"-Parodie von Carolin Kebekus wurde schnell Kult, die Fans von Helene Fischer waren darüber allerdings gar nicht glücklich. Jetzt hat die Komikerin nachgelegt. Aber darf man ihre Aussagen wirklich allzu ernst nehmen?
| (hub/spot)
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Carolin Kebekus beim Comedypreis in Köln
ddp images Carolin Kebekus beim Comedypreis in Köln

München - Sie hat es wieder getan: In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" hat sich Carolin Kebekus (34) über "Helene-Fischer-Ultras" ausgelassen, die ihrer Meinung nach "eher Opas" seien: "Ich habe mir die Show von Helene Fischer angeguckt. Respekt vor dem, was die Frau leistet. Aber das ist trotzdem eine hohle Scheiße. Was da so an Hirntoten im Publikum sitzt. Das ist mir too much."

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Ärger nach "Atemlos"-Parodie

 

Mit den Schlager-Fans legt sich die Komikerin nicht zum ersten Mal an. Schon beim Comedypreis im Oktober hatte Kebekus ordentlich ausgeteilt. Im roten Glitzer-Outfit hatte sie Fischers Hit "Atemlos" parodiert: "Atemlos - Übelkeit - Panik macht sich langsam breit" oder "Atemnot - Brechdurchfall - Schweißausbrüche hier im Saal" hatte sie den Text umgedichtet. Das Video von Kebekus' Auftritt wurde im Netz schnell zum Hit - echte Fischer-Fans reagierten in den sozialen Netzwerken allerdings weniger amüsiert. Auf der Facebook-Seite von Kebekus wurde gewütet: "Du hast doch wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank", empörte sich ein Fan. "Das ist wohl eher der pure Neid der da aus der blöden Kebekus sprudelt!", motzte ein anderer.

 

Alles nur Show?

 

Ob Kebekus wirklich Probleme mit Fischer und ihren Fans hat? Als Komikerin ist es schließlich ihr Job, sich über andere lustig zu machen. Und was würde da mehr Aufmerksamkeit bringen, als den Liebling der Nation auf die Schippe zu nehmen? Im Interview mit der "Welt am Sonntag" sagt sie: "Wenn ich auf die Bühne gehe, gucke ich nicht nach Gegnern, sondern nach Themen, die mich leidenschaftlich sprechen lassen. So jemand wie Helene Fischer bietet einfach so viele Angriffspunkte." Also ist Kebekus nur schlau genug, Fischers enorme Prominenz beruflich zu nutzen? Nach ihrem Auftritt beim Comedypreis hatte sie in einem Interview mit RTL gesagt, dass sie nichts böse gemeint habe und drückte ihren Respekt vor der Sängerin aus.

Und auch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news sagte die Komikerin im vergangenen September: "Helene Fischer ist eine disziplinierte Künstlerin, die das, was sie macht, sehr gut macht." Sie wundere sich nur darüber, "dass diese Art von Musik und dieses absolut glatte, weiche, schöne Frauenbild ohne Ecken und Kanten so hochgejubelt werden".

 

Keine Reaktion von Fischer

 

Helene Fischer selbst scheint das Ganze auch weit weniger ernst zu nehmen als ihre Fans. Bisher hat sie zumindest auf keinste Weise reagiert - zumindest offiziell. Denn wie Kebekus RTL sagte, hatte die Sängerin kein Problem mit ihrer "Atemlos"-Parodie: "Ich weiß, dass Helene das sehr lustig fand. Wir hatten Kontakt." Ob Fischer allerdings die neuesten Äußerungen von Kebekus über ihre Fans auch lustig findet, ist die Frage. Ist die Komikerin dieses Mal über das Ziel hinausgeschossen?

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