Was macht eigentlich Axel Stein heute?

Axel Stein pendelt beruflich viel, bleibt privat aber fest in NRW verwurzelt. Im Interview spricht er über sein Zuhause am Wald, Nachhaltigkeit im Eigenheim und warum rote Teppiche für ihn heute keine große Rolle mehr spielen.
(obr/spot) |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Axel Stein hat in seiner Heimat NRW gebaut - mit moderner Technik, aber mit altbautypischen Drei-Meter-Decken.
Axel Stein hat in seiner Heimat NRW gebaut - mit moderner Technik, aber mit altbautypischen Drei-Meter-Decken. © Eon

Obwohl Axel Stein (44) beruflich regelmäßig zwischen Berlin, Hamburg und München pendelt, ist er seiner Heimat treu geblieben. Der Schauspieler lebt in Nordrhein-Westfalen, in der Nähe seiner Familie und Freunde, und hat sich dort vor zwei Jahren den Traum vom eigenen Haus erfüllt. "Ich wohne am Wald, habe dort meine Ruhe, und niemand geht mir auf den Keks", sagt der 44-Jährige lachend am Rande eines neuen Showformats des Energieanbieters Eon.

In der achtteiligen Gameshow "House of Power", die aktuell auf dem Youtube-Kanal von Eon zu sehen ist, treten zwölf Influencer, Creators, Prominente wie Axel Stein, Susan Sideropoulos und Jonas Ems, sowie Wildcard-Gewinner in Challenges gegeneinander an. Ihr Job ist es, Energiepunkte zu erspielen und sich nicht von sogenannten "Impostern" und deren Störversuchen aus der Reserve locken zu lassen. Im Mittelpunkt steht dabei ein echtes Zuhause, das im Laufe der Folgen Schritt für Schritt mit Wärmepumpe, Wallbox und Co. energetisch modernisiert wird.

Stein hat sein eigenes Haus selbst energieeffizient gebaut und gibt im Interview seltene Einblicke in sein Privatleben: Er spricht über die Herausforderungen beim Hausbau, seinen persönlichen Blick auf Luxus und warum er rote Teppiche heute, so gut es geht, meidet.

Sie leben bewusst nicht mitten im Promi-Trubel, sondern in Ihrer Heimat in Nordrhein-Westfalen. Was hält Sie dort?

Axel Stein: Ich bin in Wuppertal geboren und habe dort meine Basis. Meine Freunde sind da, meine Familie ist da. Ich mag den Menschenschlag in NRW. Ich bin grundsätzlich ein NRW-Kind. Beruflich bin ich sehr viel unterwegs, vor allem in Berlin, Hamburg und München. Deshalb ist mein Zuhause für mich ein wichtiger Ausgleich. Ich wohne am Wald, habe dort meine Ruhe, und niemand geht mir auf den Keks. Ich mag diese Mentalität in Nordrhein-Westfalen: Man weiß, woran man ist.

Vor zwei Jahren haben Sie sich dort den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Wie anstrengend war diese Zeit?

Stein: Das war eine Herausforderung. Der ganze Bau hat mit Komplikationen etwa zwei bis drei Jahre gedauert. Wenn man auf einer grünen Wiese baut, ist es spannend zu sehen, welche Möglichkeiten man hat und welchen grünen Fußabdruck man selbst hinterlassen möchte. Energieeffizienz ist ja ein sehr weites Feld.

Sie haben beim Bau stark auf Energieeffizienz gesetzt. War das von Anfang an eine Herzenssache?

Stein: Erst einmal wollte ich natürlich meine Vorbildfunktion annehmen - sowohl in der Familie als auch in der Öffentlichkeit. Außerdem möchte ich unabhängiger von Rohstoffen sein. Ich glaube, das ist ein Thema, das wir in Zukunft nicht außer Acht lassen sollten. Wenn man eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage und einen Speicher kombinieren kann, ist das sehr sinnvoll.

Ich musste mich da natürlich erst einmal reinfuchsen, weil mein eigentlicher Job ein anderer ist. Aber als Bauherr muss man von jedem Gewerk ein bisschen etwas wissen, sonst ist man ziemlich machtlos.

Bei "House of Power", dem Youtube-Format von Eon, geht es ebenfalls um Herausforderungen rund ums Zuhause. War das auch ein Grund, warum Sie mitgemacht haben?

Stein: Ich habe die Anfrage bekommen und erfahren, dass es um eine Art Challenge geht. Wettbewerb ist mein Ding. Ich liebe Herausforderungen, Competition und dieses Taktieren: Was kann ich? Wem vertraue ich? Was sagt mir mein Verstand? Handwerklich bin ich auch ganz geschickt, glaube ich. Ich kann von allem ein bisschen etwas, und das ist hier ganz hilfreich. Deshalb fand ich die Show sehr reizvoll.

Wie sieht es in Ihrem Haus innen aus: eher bodenständig und gemütlich - oder wohnen Sie doch luxuriöser, als man vielleicht denkt?

Stein: Luxus ist für jeden etwas anderes. Für den einen ist es ein teures Auto, für den anderen ein Holzfußboden. Ich glaube, dass ich mit den Mitteln, die mir zur Verfügung standen, einen guten Mittelweg gefunden habe. Ich lege zum Beispiel keinen Wert darauf, ob ich Marmorfliesen habe. Das interessiert mich wirklich gar nicht. Mich interessiert viel mehr eine hohe Deckenhöhe.

Ich habe drei Meter hohe Decken, weil ich diese Mischung aus Altbau und modernen Dingen mag. Ich mag diese Kontraste. Es gibt bei mir viele Backsteinwände und Holz, aber auch weiß glattgeschliffene Wände. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was Luxus ist und was nicht. Ich habe mir mit Sicherheit auch Dinge gegönnt, bei denen die meisten sagen würden: "Was ist das denn für ein Quatsch? Das braucht doch kein Mensch." Aber ich brauche das, und das ist okay.

Auf den roten Teppichen sind Sie mittlerweile nur noch selten zu sehen. Meiden Sie das Blitzlicht?

Stein: Ich möchte nicht überheblich klingen, aber ich bin gar nicht mehr so der Roter-Teppich-Typ. Dieser Trubel und dieses Blitzlichtgewitter - da sieht man mich eigentlich kaum noch. Wenn ich dort bin, dann meistens, um eigene Projekte zu fördern und Presse für meine Arbeit zu machen. Aber ich sehne mich nicht nach einem roten Teppich. Wenn ich es vermeiden kann, vermeide ich es. Meistens bin ich ohnehin beschäftigt und habe damit eine gute Ausrede, nicht irgendwohin zu müssen.

Sehr viele kennen Sie aus der Kultserie "Hausmeister Krause". Wenn noch einmal eine Anfrage käme, als Tommy Krause zurückzukehren - würden Sie das machen?

Stein: Das ist schwierig. In den letzten zehn Jahren kam immer mal wieder die Frage auf, ob man eine 2.0-Version davon macht. Ich habe darin ehrlich gesagt nicht so richtig den Weg gesehen. Ich weiß diese Rolle sehr zu schätzen. Das waren meine Anfänge, und ich habe dadurch die Möglichkeit bekommen, in dieser Branche Fuß zu fassen. Ich hatte sehr viel Glück, dass ich parallel direkt im Kinogeschäft stattfinden konnte. Aber für mich würde sich das eher wie ein Schritt zurück anfühlen.

Wenn man eine so erfolgreiche Serie mit einer Pudelmütze auf dem Kopf macht und einen ganz Deutschland kennt, wird man oft auf diese Rolle reduziert. Ich wollte andere große Filme machen und nicht immer nur auf ein Projekt festgelegt werden. Deswegen würde ich dem erst einmal nicht zustimmen.

Jetzt im Sommer stellt sich für viele die Urlaubsfrage. Wie sieht es bei Ihnen aus: Zieht es Sie eher ans Meer oder bleiben Sie auch gerne in Ihrer Heimat?

Stein: Reisen ist ja mein Hauptgeschäft. Ich bin meistens unterwegs. Aber ich fahre auch im Urlaub gerne noch einmal weg. Wenn ich zeitlich dazu komme und mich bewusst für Urlaub entscheide, bin ich meistens am Meer. Ich liebe das Wasser, ich liebe die Sonne, und die Sonne lädt mich wirklich auf.

Könnten Sie sich vorstellen, noch einmal in einem anderen Land ein Haus zu bauen, zum Beispiel auf Mallorca?

Stein: Vorstellen kann ich mir vieles. Ich habe immer gute Ideen und Ziele, die ich anvisiere. Aber aktuell steht es nicht auf meiner Liste, dass ich unbedingt ein Haus im Ausland bräuchte. Die Situation verändert sich jedes Jahr, aber momentan habe ich andere Pläne.

Was steht bei Ihnen als Nächstes an?

Stein: Auf jeden Fall kommt die zweite Staffel von "Where's Wanda?". Das ist die erste deutsche Apple-Serie, die wir gemacht haben. Die zweite Staffel haben wir bereits gedreht. Außerdem mache ich gerade noch eine Serie für die ARD und den zweiten Teil von "Spieleabend" für Netflix. Dazu kommt eine weitere Serie, über die ich leider noch nicht sprechen darf. Im Herbst drehe ich außerdem noch einen Kinofilm, der erst nächstes Jahr herauskommt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.