Was ist aus seinen Flüchtlingsheim-Plänen geworden?

Es ist still geworden um Til Schweigers Pläne zur Flüchtlingshilfe. Dabei hatte der Schauspieler Großes vor: Ein Vorzeige-Heim und eine eigene Stiftung sollten her. Doch wie steht es um die Vorhaben heute?
| (sas/spot)
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Hamburg - "Ich werde mit Freunden zusammen ein Flüchtlingsheim aufbauen. Und ich werde eine Stiftung für traumatisierte Kinder gründen."

Große Pläne, die Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") im August über die "Bild am Sonntag" verkündete. Doch was ist wirklich daraus geworden?

Zumindest hinsichtlich eines Vorhabens hat Schweiger seine Worte in die Tat umgesetzt: Ende August gründete er die "Til Schweiger Foundation", die sich für Flüchtlinge einsetzt.

Sehen Sie hier, wie der Schauspieler seine "Til Schweiger Foundation" vorstellte

 

Erst einmal kein Flüchtlingsheim von Til Schweiger

 

Mit der Ankündigung, ein Heim zu bauen, war der Schauspieler aber offenbar etwas voreilig. Christian Specht, Sprecher der "Til Schweiger Foundation", bestätigt der Nachrichtenagentur spot on news, dass es vorerst kein eigenes Flüchtlingsheim von Schweiger geben wird und wenn, dann "nur in Kooperation". Die Aussage des Schauspielers sei Specht zufolge "nicht ganz glücklich" formuliert gewesen. Ein Flüchtlingsheim könne nicht einfach aus dem Boden gestampft werden. Involviert seien immer verschiedene Parteien, unter anderem Eigentümer, Bundesländer und Betreiber.

Als Stiftung könne man demnach vor allem unterstützend eingreifen und weniger aus Eigenleistung eine komplette Unterkunft führen. "Dass Til Schweiger selbst ein Flüchtlingsheim baut, kann ja allein deswegen schon nicht funktionieren", so Specht weiter. Liegen die Pläne zur Flüchtlingshilfe jetzt also vollkommen auf Eis?

Leider keine Zeit: Til Schweiger kann keinen Flüchtling aufnehmen

 

Hilfe gibt es trotzdem

 

Nein, denn die Stiftung ist weiterhin aktiv. Zwar befinde sie sich derzeit noch in der Startphase, doch schon jetzt werden einzelne Projekte gezielt unterstützt. Hilfe von der Foundation gibt es derzeit zum Beispiel in Osnabrück. Dort ist eine Erstaufnahme-Einrichtung in Entstehung, an deren Gestaltung aktiv mitgearbeitet wird. "Wir wollen dort einen Musikraum einrichten und dafür mit Hilfe von Thomas D an günstige Instrumente kommen," sagt Specht. Geplant seien auch ein Fitnessraum, einige Schulungsräume und eine umfassende Kinderbetreuung, um auch schon den Kleinsten die Chance zur langfristigen Integration zu ermöglichen.

Auch in einem Containerdorf in Hamburg engagiere sich die "Til Schweiger Foundation", unter anderem mit Bücherlieferungen. Die meisten Dinge würden jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen und seien noch nicht spruchreif. Specht vertröstet daher auf Ende November: "Dann sollten noch mehr Projekte hinzukommen." Man wolle derzeit aber "nichts verkünden, was wir nicht einhalten können."

 

 

 

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