US-Rapper Lil Nas X gibt Tod seiner Mutter Tameka Hill bekannt
Lil Nas X (27) trauert um seine Mutter. Der Rapper, der bürgerlich Montero Hill heißt, machte den Tod von Tameka Hill am Samstag auf Instagram öffentlich. Zu mehreren Fotos schrieb er in Großbuchstaben: "RIP To The Baddest Ever!" Er werde sie für immer lieben, hieß es weiter, und dieser Verlust werde wehtun. Eine Todesursache nannte der Musiker nicht.
Ein Verhältnis, das nie leicht war
Dass die Beziehung zwischen Mutter und Sohn kompliziert war, hatte der Grammy-Gewinner nie verschwiegen. Kurz nach seinem Durchbruch mit "Old Town Road" sprach er im Januar 2020 im Interview mit dem US-Magazin "Variety" darüber: Seine Mutter sei suchtkrank, ein enges Verhältnis habe man deshalb nicht. Er habe versucht, ihr aus der Abhängigkeit zu helfen, doch daraus sei nichts geworden. Liebe sei trotzdem da gewesen.
Auch musikalisch ließ Lil Nas X das Thema nicht aus. Auf seinem Debütalbum "Montero" widmete er dem Bruch einen Song. Darin greift er die Sucht seiner Mutter auf, ihre gebrochenen Versprechen und Anrufe im Rausch, bei denen sie ihn beleidigt und ihm vorgeworfen habe, ihr nicht beizustehen.
Der Rapper selbst kämpfte mit einer Krise
Zuletzt stand der Musiker vor allem wegen seiner eigenen Lage in den Schlagzeilen. Im August 2025 wurde er in Los Angeles festgenommen, nachdem er fast unbekleidet auf der Straße unterwegs gewesen war. Angeklagt wurde er in drei Fällen wegen Körperverletzung eines Polizisten sowie wegen Widerstands gegen einen Vollstreckungsbeamten. Nach dem Einsatz kam er wegen des Verdachts auf eine Überdosis in ein Krankenhaus.
Im Frühjahr wurde Lil Nas X in ein Programm aufgenommen, das bei psychischen Erkrankungen eine Behandlung an die Stelle der Strafverfolgung setzt. Schließt er die Therapie ab und lässt sich zwei Jahre lang nichts zuschulden kommen, wird das Verfahren eingestellt.
Über die Nacht seiner Festnahme sagte der "Industry Baby"-Interpret später, sie sei zutiefst beängstigend gewesen. Zugleich versicherte er seinen Fans, dass es ihm wieder gut gehen werde.
Der Vater sprach von enormem Druck
Wie sehr der Erfolg an seinem Sohn zehrte, schilderte Vater Robert Stafford im August 2025 der britischen "Sunday Times". Ein damals 26-Jähriger, der für viele Menschen den Lebensunterhalt verdiene, der an der Situation seiner Mutter nichts ändern könne und sich selbst massiv unter Druck setze: Das könne schwer auf dem Herzen lasten, so Stafford.
Im Juni meldete sich der Musiker dann selbst in einem Instagram-Video zurück. Er sei einige Monate in einer Entzugsklinik gewesen, erzählte er darin, danach wieder zu Hause, mal in Atlanta bei der Familie, mal in Los Angeles mit Freunden. Er versuche, wieder auf dem Boden anzukommen und aus dem eigenen Kopf herauszufinden.
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