Unfall von Tiger Woods: Golfstar hatte Opioide in der Hosentasche
Wenige Tage nach dem schweren Unfall von Golfstar Tiger Woods (50) sind neue Details ans Licht gekommen. Woods hatte sich am Freitag mit seinem Geländewagen in Florida überschlagen, blieb bei dem Crash jedoch unverletzt. Nun berichtet unter anderem das US-Magazin "People" unter Berufung auf die örtliche Polizei in Florida, dass bei dem Golfer zwei Hydrocodon-Pillen, ein Opioid, in der linken Hosentasche gefunden wurden. Beamte des Martin County Sheriff's Department stellten die Tabletten demnach noch am Unfallort sicher.
Schläfriger Gang, weit geöffnete Pupillen
Ein Polizeibeamter habe im Gespräch mit Woods nach dessen Unfall "mehrere Anzeichen einer Beeinträchtigung" bemerkt, darunter "blutunterlaufene und glasige" Augen sowie "extrem erweiterte" Pupillen, wie es in der eidesstattlichen Erklärung heißt. Trotz laufender Klimaanlage im Polizeiwagen habe Woods auch stark geschwitzt. Seinen Bewegungen seien schwerfällig gewesen, Woods habe während der gesamten Befragung anhaltend Schluckauf gehabt, zudem sehr wach gewirkt und sei redselig gewesen.
Woods verneinte nach seiner Festnahme, Alkohol getrunken zu haben. Auf die Frage, ob er verschreibungspflichtige Medikamente nehme, sagte er laut des Berichts: "Ich nehme ein paar." Er habe seine Medikamente bereits am Morgen eingenommen, erklärte er den Beamten.
Blick aufs Smartphone und zu spätes Ausweichen
Den Unfallhergang schilderte Woods den Ermittlern so: Er habe auf sein Smartphone geschaut, während er gleichzeitig das Radio bediente, und dabei nicht bemerkt, dass der vor ihm fahrende Pickup mit Anhänger abgebremst hatte. Um eine Kollision zu vermeiden, wechselte er auf die Gegenfahrbahn, streifte dabei aber den Anhänger. Sein Land Rover überschlug sich und kam auf der Fahrerseite zum Liegen. Der Fahrer und ein Passant zogen Woods schließlich durch die Beifahrertür aus dem Auto.
Bei einem anschließenden Nüchternheitstest fiel auf, dass Woods mit einer Kompressionssocke über dem rechten Knie hinkte und nach rechts taumelte. Auf seine Verletzungsgeschichte angesprochen, erklärte Woods laut Akte: Er habe sieben Rückenoperationen und mehr als 20 Eingriffe am Bein hinter sich.
Eine lange Geschichte mit Verkehrsunfällen
Es ist nicht das erste Mal, dass Tiger Woods in einen schwerwiegenden Verkehrsunfall verwickelt ist. Im Februar 2021 verunglückte er im Los Angeles County und musste von Feuerwehrleuten aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er hatte ein Schild gerammt und einen Baum gestreift, bevor er in einem Busch zum Stehen kam. Woods erlitt schwere orthopädische Verletzungen am rechten Unterschenkel und musste notoperiert werden. Eine Anklage folgte damals nicht.
Bereits 2017 hatte Woods einen Unfall, der zunächst zur Anklage wegen Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel führte. Damals wurden fünf verschiedene Medikamente bei Woods nachgewiesen, darunter Hydrocodon. Er bekannte sich schließlich schuldig wegen rücksichtslosen Fahrens. 2009 ereignete sich ein Crash vor seinem Haus in Florida, der mit einer Geldbuße für unachtsames Fahren endete.
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