TV-Tipp: Einer der besten Erotik-Thriller aller Zeiten läuft im Free-TV

Blondes Gift: Sharon Stone verdreht in "Basic Instinct" (1992) der Männerwelt den Kopf.
Jasmin Herzog |
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"Basic Instinct" ist einer der besten Erotik-Thriller aller Zeiten.
ARD Degeto/© 1992 Carolco/Le Studio Canal+ V.O.F 4 "Basic Instinct" ist einer der besten Erotik-Thriller aller Zeiten.
Einer der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte: Catherine Tramell (Sharon Stone) wird von der Polizei verhört.
ARD Degeto/© 1992 Carolco/Le Studio Canal+ V.O.F 4 Einer der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte: Catherine Tramell (Sharon Stone) wird von der Polizei verhört.
Detective Nick Curran (Michael Douglas, ein notorisch übelgelaunter Polizist, der seine besten Tage hinter sich hat, soll einen rätselhaften Mordfall aufklären.
ARD Degeto/© 1992 Carolco/Le Studio Canal+ V.O.F 4 Detective Nick Curran (Michael Douglas, ein notorisch übelgelaunter Polizist, der seine besten Tage hinter sich hat, soll einen rätselhaften Mordfall aufklären.
Nicht gerade das, was man professionelle Distanz nennt: Detective Nick Curran (Michael Douglas) ist der dringend mordverdächtigen Catherine Tramell (Sharon Stone) hemmungslos verfallen.
ARD Degeto/© 1992 Carolco/Le Studio Canal+ V.O.F 4 Nicht gerade das, was man professionelle Distanz nennt: Detective Nick Curran (Michael Douglas) ist der dringend mordverdächtigen Catherine Tramell (Sharon Stone) hemmungslos verfallen.

Fünf Jahre dauerte das Hickhack, 2006 war es soweit: "Basic Instinct 2" erreichte die große Leinwand, und wieder durfte Sharon Stone als Männer verschlingende Sex-Bombe Catherine Tramell lasziv auf Verhörstühlen herumrutschen. Neben einer Handvoll wohlwollender Kritiken gab es für die Blockbuster-Fortsetzung viel Häme und schlimmer: kaum Zuschauerzuspruch. Direkt im Anschluss an die Fortsetzung wurde wild über einen dritten Teil spekuliert, bei dem Sharon Stone auch Regie führen sollte. Doch dazu kam es nicht. Warum auch? Schließlich ist der Originalfilm, den der SWR nun am Sonntag, 2. August um 23.20 Uhr wiederholt, unerreicht und immer noch sehenswert.

Dabei ist bereits die Eröffnungssequenz nichts für zarte Gemüter: Ein detailliert gefilmter Liebesakt endet in einem grausamen Blutbad, bei dem die Frau ihren "Partner" mit einem Eispickel nach Metzgerart in seine Bestandteile zerlegt. Detective Nick Curran (Michael Douglas) wird auf die dringend der Tat verdächtige Ex-Geliebte des Opfers, Catherine Tramell, angesetzt. Doch schon bei der ersten Begegnung verfällt er mit Haut und Haar Catherines aggressiver erotischer Ausstrahlung.

Die Suche nach dem Täter wird durch verwirrende Indizien und überraschende Wendungen erschwert. Zu viele Personen scheinen auf mysteriöse Weise in den Mord verwickelt. Was hat Catherines lesbische Freundin Roxy (Leilani Sarelle) mit der Sache zu tun? Welche Rolle spielt Nicks frühere Geliebte, die Polizeipsychologin Beth Garner (Jeanne Tripplehorn), die Catherine anscheinend vom College kennt?

Michael Douglas: "Wir hatten schlimmen Muskelkater"

Sharon Stone ist die unumstrittene Königin in diesem Thriller. Mit ihrer messerscharfen Intelligenz und ihrer offensiven Erotik steckt die kühle Blonde alle Gegenspieler lässig in die Tasche. Am berühmtesten wurde die Verhörszene auf dem Polizeirevier, in der die Protagonistin während des Übereinanderschlagens ihrer Beine Einblick unter den Minirock gewährt und so sämtliche Detectives zu hypnotisierten Spannern neutralisiert.

In Amerika löste der freizügige Film wütende Kontroversen aus. Frauengruppen und Homosexuelle fühlten sich diskriminiert, Regisseur Paul Verhoeven musste sein Werk 17-mal ändern, bevor es endlich Einzug in die Kinos hielt. Dem Erfolg hat der ganze Rummel nicht geschadet: Bereits am ersten Wochenende spielte der Thriller für damalige Zeiten beachtliche 15 Millionen Dollar ein.

Hauptdarsteller Michael Douglas sagte später über seine Liebesszene mit Sharon Stone: "Sex im Kino ist mühsam. Das Publikum versteht was von Sex, und deshalb ist es schwieriger, die beabsichtigte Wirkung zu erzielen. Jeder Zuschauer ist ein Experte. Es hat lange gedauert, wir waren müde und kaputt, denn die Szene hatte ein Intensitäts-Level wie bei einer Kampf- oder Action-Szene. Der Dreh ging über fünf, sechs Tage, und ich war erschöpft. Wir hatten schlimmen Muskelkater, weil wir Stellungen einnehmen mussten, die vielleicht toll aussehen, die aber nicht einfach durchzuhalten sind."

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