Trumps Name muss weichen: Maria Shriver feiert Kennedy-Center-Urteil

Ein Bundesrichter hat verfügt, dass der Schriftzug von Donald Trump vom Washingtoner Kennedy Center verschwinden muss. Maria Shriver freut sich auf X und weist darauf hin, dass die Entscheidung auf ein ganz besonderes Datum fällt.
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Maria Shriver freut sich über die Entscheidung zum Kennedy Center.
Maria Shriver freut sich über die Entscheidung zum Kennedy Center. © Imago images/Everett Collection

Ein Bundesgericht in Washington hat angeordnet, dass der Name von US-Präsident Donald Trump (79) wieder vom Kennedy Center verschwinden muss. Für Maria Shriver (70), eine Nichte von John F. Kennedy (1917-1963), kam die Entscheidung am Freitag (29. Mai) wie gerufen: Sie fiel auf den Tag, an dem der 1963 ermordete 35. US-Präsident 109 Jahre alt geworden wäre.

Shriver, Tochter von Kennedys jüngerer Schwester Eunice Kennedy Shriver, wertete den richterlichen Beschluss in den sozialen Medien als verspäteten Glückwunsch an ihren Onkel. "Ein passendes Geburtstagsgeschenk am heutigen Geburtstag meines Onkels", schrieb sie. Und weiter: "Ich weiß, sie werden vermutlich in Berufung gehen, und die Sache ist noch nicht ausgestanden. Aber für heute lasst uns ein großartiges Geburtstagsgeschenk feiern."

Richter beruft sich auf den Kongress

Hinter der Anordnung steht Christopher Cooper, ein vom früheren Präsidenten Barack Obama (64) ernannter Bundesrichter. Laut "People" legte er auf 94 Seiten dar, dass der Stiftungsrat des Kennedy Centers gegen jenes Gesetz verstoßen habe, mit dem die Kulturstätte 1964 - kurz nach Kennedys Ermordung im November 1963 - nach dem Präsidenten benannt worden war. Cooper verfügte, dass Trumps im Dezember an der Fassade angebrachter Schriftzug binnen zwei Wochen zu entfernen sei. Zugleich stoppte er die im Februar angekündigten Pläne des Präsidenten, das Haus für einen "kompletten Wiederaufbau" zu schließen; die Arbeiten sollten zwei Jahre dauern.

Das Gründungsstatut lasse keinen Zweifel, schrieb der Richter: Das Zentrum solle nach Präsident Kennedy benannt sein und könne keinen anderen offiziellen Namen tragen, der allein auf einen Beschluss des Vorstands zurückgehe. "Der Kongress hat dem Kennedy Center seinen Namen gegeben, und nur der Kongress kann ihn ändern", so Cooper.

Trump reagierte mit einem ausführlichen Wutbeitrag auf seiner Plattform Truth Social, deutete darin zugleich aber ein Einlenken an. Den "radikal linken Demokraten" gehe es mehr darum, sich ihm entgegenzustellen, als ein "sterbendes Zentrum für darstellende Künste" zu retten, schrieb er. Man werde nun gemeinsam mit dem Kongress daran arbeiten, diese "marode Einrichtung" an diesen zurückzuübertragen, damit dort über das weitere Vorgehen entschieden werde.

Sofern man ihn nicht frei walten lasse, um das Haus baulich, finanziell und künstlerisch wieder nach vorn zu bringen, habe er kein Interesse daran weiterzumachen, ergänzte Trump. Es wäre nur eine "hoffnungslose Reise ins Nimmerland".

Shriver hatte sich früh empört

Die Auseinandersetzung schwelt schon länger. Shriver, eine offene Kritikerin des Präsidenten, hatte sich gegen die Umbenennung gewandt, seit der Stiftungsrat sie Ende vergangenen Jahres einstimmig beschlossen hatte. Am 19. Dezember 2025 prangte am Bau ein neuer Schriftzug: "The Donald Trump And The John F. Kennedy Center for the Performing Arts".

Anzeige für den Anbieter Instagram über den Consent-Anbieter verweigert

Nachdem die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), die Abstimmung im Dezember 2025 verkündet hatte, meldete sich Shriver auf Instagram zu Wort. Es sei unbegreiflich, dass ein amtierender Präsident versuche, dieses Denkmal für Kennedy umzubenennen, schrieb sie. Dass er seinen Namen vor jenen des verstorbenen Präsidenten setzen wolle, halte sie für völlig absurd - und keinesfalls hinnehmbar.

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