Trump-Drohung: Iranischer Regisseur Farhadi appelliert an Künstler

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi ruft Künstler und Regisseure dazu auf, sich vor dem Hintergrund einer Auslöschungs-Drohung von Donald Trump zu positionieren.
(wue/spot) |
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Asghar Farhadi wendet sich an seine Kolleginnen und Kollegen.
Asghar Farhadi wendet sich an seine Kolleginnen und Kollegen. © imago images/ABACAPRESS/Marechal Aurore

US-Präsident Donald Trump (79) droht Iran erneut und schreibt davon, "eine ganze Zivilisation" zu zerstören. Der iranische Drehbuchautor und Regisseur Asghar Farhadi (53) ruft seine Kolleginnen und Kollegen dazu auf, sich deshalb klar zu positionieren.

Trump hat im Iran-Krieg eine Frist gesetzt, die Straße von Hormus bis 02:00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht auf den 8. April zu öffnen. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", drohte Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social wenige Stunden vor Ablauf des Ultimatums. Der zweifach mit dem Oscar ausgezeichnete Farhadi hat kurz vor Ablauf eine Nachricht an Künstlerinnen und Künstler in aller Welt gerichtet.

"Unmenschlicher, illegaler und zerstörerischer Prozess"

Farhadi, dessen Filme "The Salesman" und "Nader und Simin - Eine Trennung" jeweils mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurden, erklärte laut eines Berichts des Branchenmagazins "The Hollywood Reporter": "Ich rufe Künstler und Filmemacher auf der ganzen Welt dazu auf, in diesen kritischen Tagen und Stunden auf jede erdenkliche Weise ihre Stimme zu erheben, um die zerstörerische Aggression zu stoppen, die die zivile Infrastruktur zunehmend zerstört."

Es handle sich um Infrastruktur, "die dem iranischen Volk gehört und mit den Grundbedürfnissen seines täglichen Lebens verbunden ist". Es handle sich nicht nur um die Zerstörung von Gebäuden, sondern um "einen Angriff auf das menschliche Leben und die Menschenwürde".

"Ein Angriff auf die Infrastruktur eines Landes ist ein Kriegsverbrechen", lässt Farhadi weiter mitteilen. Unabhängig von Überzeugungen solle man sich "zusammenschließen, um diesen unmenschlichen, illegalen und zerstörerischen Prozess zu stoppen".

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