Trauriger Anblick am Matterhorn: Jörg Kachelmann findet deutliche Worte
Aufgrund des trockenen Sommers sind die Pegelstände von Flüssen und Seen hierzulande deutlich gesunken. Der Pegelstand des Rheins ist Ende September auf einen neuen Tiefststand gefallen. Nicht nur im Flachland zeigen sich die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit, sondern auch hoch oben in den Bergen. So ist der 4.478 Meter hohe Gipfel des Matterhorns aktuell schneefrei. Ein seltener Anblick, der auf der Social-Media-Plattform X gepostet wurde. Unter dem Foto des vollkommen kahlen Matterhorns schrieb der Nutzer schockiert: "Nein, das ist kein Berg in irgendeiner Wüste. Das ist das Matterhorn am 27. September 2026."
Wetterexperte Jörg Kachelmann teilte diesen Post und kommentierte ihn mit deutlichen Worten: "Es war ein katastrophaler Sommer und ist bisher ein katastrophaler Herbst für die Alpengletscher."
Fehlender Schnee erhöht Steinschlaggefahr
Der Gipfel des Matterhorns ist normalerweise auch im Sommer mit Schnee bedeckt. Es gibt aber auch Phasen, in denen der Gipfel wochenlang völlig schwarz und schneefrei ist, wie etwa in den sehr heißen und trockenen Sommern 2003 und 2022.
Die Schneefreiheit bleibt nicht folgenlos für den Berg - und auch nicht für Bergsteigerinnen und Bergsteiger. Denn fehlt der schützende Schnee, kann auch das Eis in den Spalten von Felsen schmelzen, wodurch das Gestein leichter brechen und es zum Felssturz kommen kann. Aus diesem Grund haben Bergführerinnen und Bergführer in Zermatt bereits im Juli vor Touren am Matterhorn gewarnt.
Es war ein katastrophaler Sommer und ist bisher ein katastrophaler Herbst für die Alpengletscher.
— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) September 28, 2026
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