Trauer um Lou Koller: Frontmann von Sick of It All gestorben
Seit 1986 stand Lou Koller als eines der Gründungsmitglieder von Sick of It All auf der Bühne. Der Frontmann der Band, die die New Yorker Hardcore-Szene und das Genre an sich maßgeblich geprägt hat, ist jetzt verstorben. Medienberichten zufolge wurde Koller 59 Jahre alt.
Man überbringe "mit unglaublicher Traurigkeit" der "weltweiten Hardcore-Familie die Nachricht vom Tod unseres Bruders Lou Koller", heißt es in einem längeren Beitrag auf dem Instagram-Account der Band. Der Schmerz über diesen Verlust sei überwältigend. "Dieses Jahr wäre das 40. Band-Jubiläum von Sick of It All gewesen. Und Lous Kameradschaft, Hingabe und Begeisterung waren über all die Jahre hinweg stets unerschütterlich."
Trauer um "einen geliebten Freund und einen legendären Frontmann"
Weiter heißt es in dem Beitrag, dass man "einen geliebten Freund und einen legendären Frontmann" verloren habe. Koller habe die Gabe besessen, bei Konzerten "mit einem Lächeln und einem sarkastischen Spruch" die Stimmung zu heben. Egal wo die Band gespielt habe, auf der ganzen Welt und vor Menschen jeglicher Kulturen, habe der Sänger andere für sich gewinnen können.
2024 war öffentlich geworden, dass Ärzte bei Koller ein Adenokarzinom diagnostiziert hatten. Damals wurde mitgeteilt, dass er nicht touren könne, um sich seiner Behandlung zu widmen.
Bei einer Spendenkampagne kamen laut Berichten aus dem Sommer 2024 innerhalb von nur 48 Stunden mehr als 200.000 US-Dollar zusammen, um den Sänger zu unterstützen. Auch andere Bands wie die Dropkick Murphys, Rancid oder AFI spendeten demzufolge damals.
In dem aktuellen Statement bedankt sich die Band noch einmal bei allen, die die Kampagne unterstützt haben, für die Hilfe. "Ihr alle habt Lou während seines Kampfs in den letzten zwei Jahren das Gefühl gegeben, etwas Besonderes und sehr geliebt zu sein. Sein Kampf ist jetzt vorbei und er kann endlich ruhen." Man hoffe, dass er sehen und fühlen könne, welch positiven Einfluss er auf die Welt gehabt habe.
Neben zahlreichen Fans verabschieden sich in den Kommentaren auch viele Szene-Größen aus dem Hardcore, Punk und Metal. So trauern dort etwa Bands wie die Suicidal Tendencies, Metallica, Madball, Ignite, Rancid, Pantera und die Dropkick Murphys.
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