Tourette-Aktivist John Davidson äußert sich nach BAFTA-Eklat

Tourette-Aktivist John Davidson hat sich nach dem Eklat bei den BAFTA-Awards zu Wort gemeldet. Er sei "zutiefst beschämt" über die Rassismus-Vorwürfe.
(ste/spot) |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Tourette-Aktivist John Davidson bei den BAFTA-Awards 2026.
Tourette-Aktivist John Davidson bei den BAFTA-Awards 2026. © ddp images/Doug Peters/EMPICS

Nachdem es während der BAFTA-Verleihung am Sonntagabend zu unkontrollierten verbalen Tics gekommen war, hat sich der Tourette-Aktivist John Davidson (54) nun in einem emotionalen Statement zu Wort gemeldet. Der 54-Jährige, dessen Lebensgeschichte in dem preisgekrönten Film "I Swear" verfilmt wurde, reagiert damit auf die teils heftige Kritik in den sozialen Medien.

Während die "Blood & Sinners"-Co-Stars Michael B. Jordan (39) und Delroy Lindo (73) auf der Bühne standen, um den BAFTA für beste visuelle Effekte anzumoderieren, hatte Davidson das rassistische N-Wort durch den Saal gerufen. Obwohl der Moderator Allen Cumming (61) wiederholt auf das Tourette-Syndrom von Davidson aufmerksam machte, war der Aktivist nach seinen Zwischenrufen mehrfach kritisiert worden.

Störende Rufe waren laut Davidson unfreiwillige Tics

In dem Statement, das "Variety" vorliegt, betonte Davidson seine Dankbarkeit gegenüber den Veranstaltern. Dass er trotz seiner schweren Symptomatik eingeladen wurde, wertet er als wichtiges Zeichen für Inklusion: "Ich habe mich sehr über die Ankündigung im Auditorium vor der Aufzeichnung gefreut, die alle darauf hingewiesen hat, dass meine Tics unwillkürlich sind und nichts über meine persönlichen Ansichten aussagen."

Der Applaus, der auf diese Erklärung im Saal folgte, habe ihn tief berührt und ihm das Gefühl gegeben, in einem Umfeld willkommen zu sein, das für Menschen mit seiner Erkrankung normalerweise "unmöglich" zu betreten sei. "Ich kann nur sagen, dass ich zutiefst beschämt bin, falls jemand meine unwillkürlichen Tics für absichtlich hält oder ihnen eine Bedeutung beimisst."

Wie aus dem Statement weiter hervorgeht, verließ Davidson die Zeremonie vorzeitig aus freien Stücken. Er habe bemerkt, welches Unbehagen seine Tics bei anderen Gästen auslösten, und wollte die Veranstaltung nicht weiter belasten.

Der Sender BBC entschuldigte sich am Tag nach der Ausstrahlung dafür, Davidsons Rufe nicht zensiert zu haben, obwohl die Awardshow zeitversetzt übertragen wurde. Inzwischen habe man die Version im BBC iPlayer angepasst.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.