Torsten Sträter rechnet mit öffentlichem Image ab: "Gibt einem scheinbare Sicherheit"

Krebs, Chemotherapie und die Diagnose Diabetes Typ 2: Hinter Torsten Sträter liegen nervenaufreibende Monate. Doch zu Tränen rühren den Comedian andere Dinge, wie er nun verrät.
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Torsten Sträter bringt hauptberuflich Menschen zum Lachen. Jetzt verrät er, wann bei ihm auch mal Tränen fließen.
Torsten Sträter bringt hauptberuflich Menschen zum Lachen. Jetzt verrät er, wann bei ihm auch mal Tränen fließen. © imago/SvenSimon

Torsten Sträter (59) ist ein Meister darin, sein Publikum auch mit ernsten Themen zum Schmunzeln zu bringen. Stoische Ruhe und Wortwitz sind das Markenzeichen des Comedians. Doch wie der gebürtige Dortmunder nun erzählt, hat er auch eine ganz weiche Seite. Was Torsten Sträter zu Tränen rührt? In einem Interview spricht er ganz offen darüber.

Depression, Krebs, Diabetes: Torsten Sträter über Schicksalsschläge

"Ich rege mich nicht mehr über alles auf", sagt Torsten Sträter im Gespräch mit der "Berliner Morgenpost". Seine Krankheitsgeschichte (Depressionen, Krebs und Diabetes Typ 2) hat den Comedian abgeklärt gemacht. "Ich habe im Grunde keinerlei Ängste mehr. Oder nur noch sehr, sehr wenige. Allerdings hab' ich jetzt keine Lust mehr, über Krebs zu reden. Darüber definiere ich mich nicht."

Ob seine neue Gelassenheit etwas Gutes sei? "Ja, aber auch nein. Manchmal wäre es vielleicht besser, sich aufzuregen." Dabei denkt Torsten Sträter an ein konkretes Beispiel: "Bei mir stehen Menschen auf meinem Parkplatz. Immer wieder. Ich sollte mich aufregen, vielleicht. Aber mein Auto passt da gar nicht drauf auf den Parkplatz. Wem wäre also geholfen. Außer, dass ich recht hätte."

Seine Krankheitsgeschichte habe ihn gelassener gemacht, findet Torsten Sträter.
Seine Krankheitsgeschichte habe ihn gelassener gemacht, findet Torsten Sträter. © imago/Andreas Weihs

Tränen bei Torsten Sträter: "Versuche immer, der sachliche Typ zu sein"

Auch wenn der Comedian von einer großen Gelassenheit erzählt, bekennt er sich auch zu seiner emotionalen Seite. "[Ich] versuche zwar immer, der sachliche Typ zu sein. Was so gut wie nie funktioniert, aber es gibt einem Sicherheit, also scheinbare", so der 59-Jährige. "Aber im Herzen, tief drin, also ganz tief, nahezu unerreichbar tief, bin ich ein echter Romantiker."

In welchen Situationen es sogar zu Tränen kommt? "Bei 'Schlaflos in Seattle' weine ich. Zwei Tränen habe ich auch bei der 'Odyssee' vergossen. Und eine halbe Träne beim letzten 'Spiderman'", erzählt Torsten Sträter. "Und bei den Liedern der italienischen Sängerin Mina, die in Deutschland kaum einer kennt. In Italien ist sie eine Legende. Bei bestimmten Fotos kann ich weinen", fährt der Comedian fort. "Und auch bei bestimmten Düften. [...] Manchmal über ein gewisses Parfum oder einfach nur über den Geruch, den der Wind anweht oder der plötzlich durch die Tür kommt." Damit ist klar: Auch ein Torsten Sträter hat emotionale Momente.

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  • Monika1313 vor einer Stunde / Bewertung:

    Ich rege mich auch nicht mehr auf, aber warum schreibt eine Zeitung permanent Torsten Sträter (59), wenn es doch heißen müsste: Torten Sträter (60).

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