Tierquälerei? Peta zeigt Augenthaler an

Klaus Augenthaler posiert mit einem gefangenen Waller und lässt ihn ins Wasser zurück. Tierschützer zeigen ihn an. Der brisante Fall und was der Ex-Fußballer in der "AZ" dazu sagt.
| Otto Zellmer, Christoph Landsgesell
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Klaus Augenthaler mit dem Waller. Geschossen hat das Foto sein Angler-Freund, der Unternehmer Rupert Heider.
Rupert Heider/AZ Klaus Augenthaler mit dem Waller. Geschossen hat das Foto sein Angler-Freund, der Unternehmer Rupert Heider.

Regensburg - Klaus Augenthaler (58), passionierter Hobby-Angler, droht Ärger: Dem aktuellen Trainer des SV Donaustauf stehen womöglich Ermittlungen wegen Tierquälerei ins Haus. Die Staatsanwaltschaft Regensburg bestätigte am Dienstag dem BR, dass eine Anzeige gegen Augenthaler durch die Tierschutzorganisation Peta eingegangen sei.

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Was war passiert? Der Ex-Bayern-Spieler (404 Einsätze für den Rekordmeister) fängt am Vatertag, dem 5. Mai, einen 2,20 Meter großen und 65 Kilogramm schweren Waller (Wels) nahe Regensburg. 90 Minuten dauert der Drill, „so lange wie ein Fußballspiel“, sagt „Auge“ der „Mittelbayerischen Zeitung“. Waller solcher Größe sind in bayerischen Gewässern nicht selten. Der Weltmeister posiert mit dem Fisch für ein Erinnerungsfoto, das Angler-Spezl Rupert Heider knipst, Firmenchef eines gleichnamigen ostbayerischen Energieversorgers. Kurze Zeit später lässt Augenthaler den Riesen-Waller wieder ins Wasser. Unter Anglern heißt das „Catch & Release“.

Den Tierschützern schmeckt das gar nicht. Sie klagen Augenthaler an, „keine sportliche Fairness gegenüber Fischen“ gezeigt zu haben. Denn wer einen gefangenen Fisch wieder einsetze, ohne ihn „sinnvoll weiterzuverwenden“ – etwa zu verzehren –, mache sich strafbar. Peta beruft sich auf Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes. Darin heißt es, dass „mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird, wer einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“.

"Auge" kritisiert Peta

Waller-Experte Augenthaler reagiert mit Unverständnis: „Ich weiß nicht, was verwerflich ist, wenn man einen Fisch unverletzt wieder reintut“, sagt er der „Mittelbayerischen“. Und zur "SZ": „Zum Essen war er mir zu schade.“ Er wettert gegen Peta, die sich dafür ausspricht, den Angelsport zu verbieten. „Da haben sie sich was rausgesucht, um über einen prominenten Namen eine Plattform zu bekommen“, sagt „Auge“ der AZ. Doch vorbei dürfte das Thema für Augenthaler noch lange nicht sein: Der Regensburger Oberstaatsanwalt Theo Ziegler teilte am Dienstag mit, die Ermittlungsbehörde entscheide in Kürze, ob ein Verfahren gegen „Auge“ eingeleitet wird.

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