Tief nach "Stranger Things" war schwierig für Millie Bobby Brown

Die Zeit nach dem Ende von "Stranger Things" war für Millie Bobby Brown (22) deutlich härter als zuvor erwartet. Die Rolle der Eleven machte die junge Schauspielerin nicht nur zum Star, die Figur begleitete sie auch gut ihr halbes Leben.
"Sie haben mich wahrscheinlich für verrückt gehalten"
Brown sei in ein Tief gefallen, berichtet das US-Branchenmagazin "Variety" von einer noch nicht veröffentlichten Live-Aufnahme des Podcasts "Happy Sad Confused", in der die Britin darüber sprach. Ihren eigenen Angaben nach sei sie in eine "leichte Depressionen" verfallen. "Es war sehr schwierig für mich. Das hätte ich nach der Show nicht erwartet. Ich bin eigentlich ein sehr unbekümmerter Mensch", habe sie im Gespräch mit Josh Horowitz erzählt.
Das Finale der fünften und letzten Staffel der beliebten Netflix-Serie hatte der Streamingdienst im Rahmen des Jahreswechsels veröffentlicht. Den Januar habe die Schauspielerin damit verbracht, mit ihren ehemaligen Serienkolleginnen und -kollegen zu sprechen und alle möglicherweise bestehenden Spannungen auszuräumen. Sie wollte demzufolge sicherstellen, dass die persönlichen Beziehungen auch künftig bestehen bleiben.
"Sie haben mich wahrscheinlich für verrückt gehalten", erklärte Brown. Die Schauspielerin habe damals solche Dinge gefragt wie: "Wir sind immer noch Freunde, oder? Du wirst doch nicht aufhören, mit mir zu reden?" Es tue ihr leid, falls sie ihr Gegenüber jemals verärgert habe. "Es sind zehn Jahre vergangen, und ich möchte wirklich, dass wir befreundet sind", habe sie beispielsweise ebenso gesagt - und dass ihre Kolleginnen und Kollegen wie Geschwister für sie seien. Irgendwann saß sie am Strand und habe einfach geweint.
Niemand wird Millie Bobby Brown jemals verstehen?
Brown glaubt, dass niemand sie diesbezüglich jemals verstehen können wird. "Ich habe mit der Serie angefangen, als ich zehn Jahre alt war und diese Figur war ich, und diese Menschen waren mehr in meinem Leben präsent als meine eigene Familie", erinnerte die 22-Jährige sich. Sie habe die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler häufiger gesehen als zum Beispiel mit ihrer eigenen Familie zu Abend zu essen. "Nach zehn Jahren Abschied davon zu nehmen, war eine sehr, sehr emotionale Angelegenheit, und ich werde Eleven mehr als alles andere vermissen."
Hilfe bei Depressionen, Suizidgedanken und der Bewältigung von Krisen bietet in Deutschland Tag und Nacht die Telefonseelsorge unter den kostenlosen Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder unter der 116 123. Anrufende bleiben anonym.