Sylvie Meis über Schönheitsideale: "Wer entscheidet, was perfekt ist?"

Sylvie Meis steht seit Jahren im Rampenlicht - immer perfekt gestylt. Im Interview verrät die 47-Jährige, wie viel Disziplin und Routine hinter dem scheinbar mühelosen Look steckt.
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Sylvie Meis ist für viele ein Beauty-Vorbild.
Sylvie Meis ist für viele ein Beauty-Vorbild. © Kérastase

"Um am Ende so auszusehen, als wäre es ganz selbstverständlich, braucht es viele gut durchdachte Schritte", betont Sylvie Meis (47). Die Niederländerin zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten im TV und ist seit vielen Jahren als erfolgreiches Werbegesicht gefragt. Gerade wurde sie als neue Markenbotschafterin für die Luxushaarpflegemarke Kérastase präsentiert.

Trotz des Glamour-Faktors setzt sie sich "nicht unter den Anspruch, perfekt sein zu müssen". Im Interview spricht die 47-Jährige offen über ihre Beauty-Routinen - und auch darüber, dass sie kosmetische Eingriffe nicht tabuisiert. "Jede Frau - und natürlich auch jeder Mann - sollte völlig selbstbestimmt entscheiden, ob solche Behandlungen zu ihr passen." Ihrem 50. Geburtstag in zwei Jahren blickt die Mutter eines Sohnes gelassen und mit Vorfreude entgegen.

Ob in Werbekampagnen, im TV oder auf dem roten Teppich: Sie sind immer top gestylt. Wie viel Arbeit steckt dahinter?

Sylvie Meis: Hinter einem Look, der mühelos wirkt, steckt immer eine Menge Arbeit - und vor allem tägliche Routinen. Für mich beginnt alles mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßigem Sport und natürlich der richtigen Pflege. Um am Ende so auszusehen, als wäre es ganz selbstverständlich, braucht es viele gut durchdachte Schritte. Besonders wichtig ist für mich die passende Haut- und Haarpflege - sie bildet die Grundlage dafür, dass ich mich vor der Kamera, auf dem roten Teppich oder in einer Kampagne wie mit Kérastase wirklich wohlfühlen und strahlen kann.

Spüren Sie dabei den Druck, jederzeit "perfekt" aussehen zu müssen?

Meis: Ich setze mich selbst nicht unter den Anspruch, perfekt sein zu müssen - darum geht es für mich nicht. Viel wichtiger ist mir, mich jeden Tag wohl und gepflegt zu fühlen. Natürlich spürt man auf einem roten Teppich den zusätzlichen Druck der Kameras, das gehört einfach dazu. Aber auch im Alltag ist es mir wichtig, mich gut zu fühlen und mit mir selbst im Einklang zu sein.

Wie gehen Sie damit um, wenn Sie mal einen schlechten Tag haben und vor der Kamera stehen?

Meis: Tatsächlich hatte ich erst vor Kurzem so einen Tag - eine Lebensmittel­verstimmung, und trotzdem stand ein großer Dreh an. In solchen Momenten heißt es: Augen zu und durch. Hinter einem Shooting steckt ein ganzes Team, Locations, Aufbauten - man trägt Verantwortung, und das motiviert mich, mein Bestes zu geben. Gerade dann zeigt sich, wie wichtig eine konsequente Basis ist: gute Pflege, gesunde Routinen und ein Körper, der belastbar bleibt. Und bei solchen Terminen habe ich natürlich das große Glück, fantastische Hair- und Make-up-Artisten an meiner Seite zu haben, die mit den richtigen Produkten selbst herausfordernde Situationen wieder unter Kontrolle bringen.

Was sind Ihre wichtigsten Basics für gepflegte Haut und gesund aussehende Haare?

Meis: Mit inzwischen 47 Jahren weiß ich genau, was meine Haut und Haare brauchen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist für mich eine reichhaltige, nährende Pflege unverzichtbar - meine Haut dankt es mir sofort. Bei den Haaren setze ich seit vielen Jahren auf eine feste Routine: Shampoo, Spülung und regelmäßige Kuren machen für mich den Unterschied. Vor dem Föhnen verwende ich immer einen Hitzeschutz, damit die Haare nicht strapaziert werden. Für den letzten Schliff gebe ich zum Schluss ein hochwertiges Haaröl in die Längen - so bleiben sie geschmeidig und sehen auch an langen Tagen gesund und glänzend aus.

Wie gehen Sie mit kleinen Veränderungen um, die das Älterwerden mit sich bringt?

Meis: Ich bin wirklich dankbar, älter werden zu dürfen - das ist ein Privileg. Natürlich bringt jedes Lebensjahr kleine Veränderungen mit sich, aber man kann ihnen durchaus ein wenig entgegenwirken. Für mich macht eine ausgewogene Lebensweise den größten Unterschied: gute Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf und die richtigen Produkte. Mit einer konsequenten Routine kann man in jedem Alter strahlen. Es geht nicht darum, die Zeit aufzuhalten, sondern sich wohlzufühlen und die eigene Ausstrahlung zu stärken.

Wie stehen Sie zu kosmetischen Eingriffen und Filtern in sozialen Medien?

Meis: Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich selbst Filler und Botox verwende. Für mich sind das persönliche Entscheidungen, die ich sehr bewusst treffe. Wichtig ist mir jedoch, dass in den Medien klar kommuniziert wird: Das ist kein Muss. Jede Frau - und natürlich auch jeder Mann - sollte völlig selbstbestimmt entscheiden, ob solche Behandlungen zu ihr passen. Dabei spielt ein erfahrener, vertrauenswürdiger Arzt eine entscheidende Rolle. Und ich finde es ebenso wichtig zu betonen, dass man nicht zu früh damit beginnen sollte. Schönheit hat so viele Facetten, und am Ende geht es darum, sich in seiner eigenen Haut wohl und authentisch zu fühlen.

In zwei Jahren feiern Sie Ihren 50. Geburtstag. Hadern Sie damit?

Meis: Überhaupt nicht - ich freue mich darauf. Wie ich schon gesagt habe: Ich darf älter werden, und das ist für mich das größte Geschenk. Außerdem, was bedeutet Alter heute eigentlich noch? Eine Zahl hat definitiv keinen Einfluss auf meine Stimmung oder darauf, wie ich mein Leben gestalte. Ich fühle mich stark, erfüllt und voller Vorfreude auf alles, was kommt.

Was möchten Sie Ihren Fans mitgeben, die Angst vor der 40, 50 oder 60 haben?

Meis: Jedes Alter bringt seine eigenen Vorzüge, Herausforderungen und wunderschönen Momente mit - und genau das macht es so besonders. Niemand sollte Angst davor haben, 40, 50 oder 60 zu werden. Bleibt neugierig, kümmert euch gut um euch selbst und tut das, was euch ein gutes Gefühl gibt. Bleibt aktiv, offen für Neues und gebt euch die Erlaubnis, euch immer wieder neu zu entdecken. Schönheit und Lebensfreude kennen keine Zahl - sie entstehen von innen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Sylvie Meis vor der Kamera und der Privatperson Sylvie Meis?

Meis: Ja, privat gibt es definitiv noch viele weitere Facetten von mir, die man im Job nicht immer sieht. Vor der Kamera bin ich oft in einer sehr professionellen, konzentrierten Rolle. Im privaten Umfeld hingegen kann ich vollkommen ich selbst sein - spontaner, entspannter und selbstironisch. Diese Balance tut mir unglaublich gut und gehört zu meinem Leben genauso dazu wie meine Arbeit.

Wie oft setzen Sie privat auf Jogginghose und verzichten auf Make-up?

Meis: Privat greife ich eher zu schöner, hochwertiger Homewear als zu einer klassischen Jogginghose - ich mag es einfach, mich auch zu Hause stilvoll und gleichzeitig gemütlich zu fühlen. Auf Make-up verzichte ich dagegen sehr häufig. Das ist vielleicht eine Facette, die man aus meinem Job nicht unbedingt erwarten würde, aber ich liebe es, ungeschminkt und ganz entspannt zu Hause zu sein. Diese natürlichen Momente geben mir unglaublich viel Ruhe und Ausgleich.

Und was tun Sie am liebsten, wenn Sie mal einen Tag ganz für sich haben?

Meis: Wenn ich einen Tag ganz für mich habe, genieße ich es am meisten, in gemütlicher, kuscheliger Kleidung und völlig ungeschminkt auf dem Sofa zu entspannen. Dann schaue ich meine liebsten Serien, mache es mir richtig gemütlich und lasse einfach die Seele baumeln. Das ist für mich purer Luxus und tut unglaublich gut.

Welche Frage zu Ihrem Aussehen würden Sie am liebsten ein für alle Mal streichen?

Meis: Wenn ich eine Frage streichen könnte, dann wäre es definitiv: "Wie machen Sie es, immer so perfekt auszusehen?" Diese Formulierung suggeriert, dass Perfektion das Ziel sein sollte - und genau das erzeugt einen enormen Druck, als wäre alles andere nicht gut genug. Ja, ich achte in meinem Alltag und in meinem Job sehr auf mich und lege viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Aber nach Perfektion strebe ich nicht. Wer entscheidet überhaupt, was "perfekt" ist? Schönheit ist so viel mehr als ein makelloses Bild - es geht darum, sich selbst treu zu bleiben und sich wohlzufühlen.

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