Sylvie Meis kämpfte für ihren Sohn gegen den Krebs

Als Sylvie Meis 2009 die Diagnose Brustkrebs erhielt, war ihr Sohn Damián gerade einmal drei Jahre alt. Im Kampf gegen die Erkrankung gab ihr der Wunsch, ihn aufwachsen zu sehen, Kraft. Das erzählt sie in einem neuen Interview.
(paf/spot) |
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Sylvie Meis blickt auf ihre Brustkrebserkrankung zurück.
Sylvie Meis blickt auf ihre Brustkrebserkrankung zurück. © imago/Gartner

Für Sylvie Meis (48) gab es während ihrer Krebserkrankung einen ganz besonderen Grund zu kämpfen: ihren Sohn Damián (20). Im Interview mit der "Gala" erzählte sie am Rande der Vienna Awards: "Es gibt mehrere Momente in meinem Leben, in denen ich gemerkt habe, wie stark ich eigentlich bin. Das erste Mal während meiner Krebserkrankung, wo ich um mein Leben kämpfen musste, um meinen Sohn aufwachsen zu sehen."

Er war gerade einmal drei Jahre alt, als sie sich einer Chemotherapie unterzog. Zuvor wurde ihr ein Tumor operativ entfernt. "Da habe ich erstmals gemerkt, wie viel wir Frauen in uns haben und machen können, um das zu schaffen", sagte sie der Zeitschrift. Die Diagnose Brustkrebs erhielt Meis mit 31 Jahren. Im Juni 2009 machte sie die Erkrankung öffentlich.

Sylvie Meis "hatte Todesangst"

Wie sie von der Diagnose erfuhr, schilderte Meis im Frühjahr im "Bild"-Podcast "MayWay". Ihr damaliger Ehemann Rafael van der Vaart (43) war mit Real Madrid im Trainingslager, als ihr Arzt anrief. "Da habe ich so laut geweint und geschrien. Ich habe alles herausgelassen, was ich an Gefühlen in mir hatte", erinnerte sie sich. "Ich hatte Todesangst. Mein Leben war von einem Tag auf den anderen komplett anders."

Die Behandlung habe sie verändert. Meis sei "unabhängiger, ehrgeiziger, disziplinierter" geworden. "Die Krankheit hat mich zu einer anderen Sylvie werden lassen", erzählte sie im Podcast. Diese Veränderung habe auch ihre Ehe beeinflusst, die 2013 zerbrach. Vorwürfe machte sie ihrem Ex-Mann jedoch nicht: "Er war toll." Auch für ihn sei die Situation eine enorme Belastung gewesen: "Mit dreißig Jahren eine Frau zu haben, die plötzlich Brustkrebs hat, muss man erst einmal verkraften."

Das rät sie anderen Krebspatientinnen

Dazu kam die öffentliche Aufmerksamkeit. "Dann ist es natürlich immer sehr, sehr heftig, wenn man eine öffentliche Trennung und auch viele Schlagzeilen erlebt", sagte Meis nun der "Gala". Doch erneut habe sie festgestellt: "Mein Gott, ich bin doch stärker als ich dachte und ich schaff' das schon."

Aus ihren Erfahrungen heraus möchte die Moderatorin auch Frauen Mut machen, die gerade eine Krebsbehandlung durchstehen. Von der Diagnose über die Therapie bis zu dem Punkt, sich wieder im eigenen Körper wohlzufühlen, sei es ein "unglaublich langer Weg". Ihr persönlicher Rat: "Versuche positives Denken zuzulassen, das wird dir wirklich helfen."

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