Sylvie Meis erzählt von "Todesangst": "Laut geschrien und geweint"

Eine Krebsdiagnose stellt das Leben auf den Kopf. Das weiß auch Sylvie Meis, die im Alter von 31 Jahren an Brustkrebs erkrankte. Auch wenn die Moderatorin geheilt werden konnte, hat die belastende Zeit ihre Spuren hinterlassen.
von  Eva Meeks
Sylvie Meis erhielt 2009 die Diagnose Brustkrebs.
Sylvie Meis erhielt 2009 die Diagnose Brustkrebs. © imago/Matthias Wehnert

Sylvie Meis (48) ist für ihr strahlendes Aussehen und ihre ansteckende gute Laune bekannt. Doch auch im Leben der Frohnatur gab es bereits große Einschnitte. 2009 ertastete sie einen Knoten in ihrer Brust, kurze Zeit später dann die Schock-Diagnose Brustkrebs. Zwar gilt Meis nach Operation, Chemotherapie und Hormontherapie schon lange als krebsfrei – doch lassen sie die Erinnerungen bis heute nicht ganz los.

Sylvie Meis über Schock-Diagnose: "Ich hatte Todesangst"

An den Moment, als sie von ihrem Brustkrebs erfuhr, erinnert sich Sylvie Meis noch genau: "Da habe ich laut geschrien und geweint und alles herausgelassen, was ich an Gefühlen hatte", offenbart sie gegenüber "Closer". "Ich hatte Todesangst. Mein Leben war von einem Tag auf den anderen komplett anders."

Eine Chemotherapie heilte sie, doch ging diese natürlich auch mit anderen körperlichen Veränderungen einher: "Keine Haare zu haben, war damals nicht meine Entscheidung – und genau das verändert den Blick darauf sehr." Als die Strähnen nach überstandener Chemo allmählich wieder wuchsen, bedeutete dies viel für Sylvie Meis: "Jeder Zentimeter war irgendwie ein kleines Zeichen von Stärke, Heilung und Rückkehr zu mir selbst."

Heute kann Sylvie Meis wieder strahlen. Doch die Erinnerung an den Brustkrebs trägt sie immer mit sich.
Heute kann Sylvie Meis wieder strahlen. Doch die Erinnerung an den Brustkrebs trägt sie immer mit sich. © imago/APress

Nach Brustkrebs: Sylvie Meis schaut "dankbar auf ihr Leben"

"Haare, Make-up und ein guter Look können sehr viel verstecken – manchmal mehr, als man denkt", weiß Sylvie Meis. Sie rät daher, hinter die Fassade anderer zu blicken: "Man sieht bei anderen ja immer nur einen Ausschnitt – oft nur das Schöne, Erfolgreiche oder Perfekte. Aber man weiß nie, was wirklich in einem Menschen los ist oder welche Kämpfe jemand vielleicht im Hintergrund führt."

Vergleiche mit anderen habe sie sich seit ihrer Krebserkrankung abgewöhnt: "Ich versuche, dankbar auf mein Leben zu schauen", so Sylvie Meis. "Bewunderung finde ich schön. Neid bringt einen, glaube ich, nicht weiter." Trotz dieser positiven Lebenseinstellung begleitet sie die Erinnerung an den Krebs jeden Tag: "Nicht immer aus Angst. Vor allem, um mir klarzumachen, wo ich heute stehe", verrät die 48-Jährige.

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