Susan Sideropoulos spricht über den Tod ihrer Eltern: "Werde bis zu meinem Lebensende traurig sein"

Schon als Teenagerin musste Susan Sideropoulos den Verlust ihrer Mutter verkraften. Die Trauer habe sie jedoch jahrelang unterdrückt, offenbarte die Schauspielerin nun im Podcast "M wie Marlene". Erst der Tod ihres Vaters habe sie zum Umdenken bewegt.
von  Franziska Wenzlick
Schauspielerin Susan Sideropoulos hat im Podcast "M wie Marlene" über den Verlust ihrer Eltern gesprochen.
Schauspielerin Susan Sideropoulos hat im Podcast "M wie Marlene" über den Verlust ihrer Eltern gesprochen. © 2025 Getty Images/Ben Kriemann

Im Februar 2024 verlor Susan Sideropoulos ihren Vater. Der Krebstod des damals 77-Jährigen habe sie schwer belastet - auch, weil sie sich dadurch wieder mit einem anderen Verlust auseinandersetzen musste, schildert die Schauspielerin nun im Podcast "M wie Marlene". "Das hat in mir im Prinzip mein ganzes Trauma hochgeholt, dass meine Mutter vor 29 Jahren verstorben ist", sagt sie. "Ich habe das nie verarbeitet."

Weiter erklärt Sideropoulos: "Meine Überlebensstrategie war ja wirklich, mich auf das Gute zu konzentrieren. Das ist gut gegangen, aber irgendwann kommst du da auch nicht weiter." Es habe sie im Laufe der Jahre "viel Energie gekostet", ihre Trauer zu unterdrücken. "Wirklich gut gemeinte" Floskeln wie "Guck dir doch die positiven Sachen an" seien nur bedingt hilfreich, weiß die 46-Jährige inzwischen. "Das andere geht nicht weg."

Heute habe Sideropoulos verstanden, dass beide Seiten - sowohl Trauer als auch Glück - eine Daseinsberechtigung hätten. "Was mir hilft, ist zu sagen: Du musst das gar nicht wegtun. Du holst das Andere dazu." Diese Erkenntnis sei "wie so ein Stein" gewesen, "der mir vom Herzen fällt", sagt der einstige GZSZ-Star. "Es ist gleichzeitig existent."

Susan Sideropoulos über ihre Mutter: "Ich bin jetzt im Prinzip so alt wie sie, als sie gegangen ist"

Sie erklärt: "Natürlich bin ich traurig und ich werde auch bis zu meinem Lebensende traurig sein, dass ich ohne Eltern auf dieser Welt bin." Immer, wenn Sideropoulos "erwachsene Menschen sehe mit einer Mutter", werde sie "traurig und denke: Wieso ist mir das verwehrt geblieben?" Dennoch lasse sie sich von derlei Gedanken nicht völlig vereinnahmen. "Gleichzeitig passieren so viele schöne Dinge an dem Tag", gibt die gebürtige Hamburgerin zu bedenken.

Dennoch sei die Erinnerung an ihre Mutter derzeit allgegenwärtig. Denn Susan Sideropoulos' Mutter war erst 46 Jahre alt, als sie an Brustkrebs starb. "Das ist glaube ich auch etwas, was mich in diesem Jahr sehr viel bewegt", offenbart die Mutter zweier Söhne im Teenager-Alter: "Ich bin jetzt im Prinzip so alt wie sie, als sie gegangen ist." Erst jetzt werde ihr vollständig bewusst, "wie jung das gewesen ist", erklärt Sideropoulos. "Wie verrückt jung."

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