Superdry-Gründer James Holder muss wegen Vergewaltigung ins Gefängnis
James Holder (54), der 2003 gemeinsam mit Julian Dunkerton die Modemarke Superdry aufgebaut hat, ist zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Bristol befand den 54-jährigen Unternehmer der Vergewaltigung für schuldig, meldet unter anderem die BBC. Holder, der per Videokonferenz aus dem Gefängnis zugeschaltet war, zeigte keinerlei Regung, als er von Richter David Chidgey verurteilt wurde, der erklärte, bei dem Angriff sei es "um Ihr Anspruchsdenken und Ihr Gefühl gegangen, tun zu können, was Sie wollten, sowie um Ihre gleichgültige Missachtung des absoluten Rechts des Opfers, selbst zu entscheiden, was sie mit ihrem eigenen Körper tun wollte". Schuldig gesprochen hatte ihn zuvor bereits eine Jury aus sieben Männern und fünf Frauen.
Die Details der Vergewaltigung
Holder hatte die Frau im Mai 2022 vergewaltigt. Erst setzte er sich demnach in ein Taxi, das sie nach Hause bringen sollte. In der Wohnung der Frau schlief Holder auf ihrem Bett ein. Als er aufwachte, rief er die Frau, die versucht hatte, im Wohnzimmer zu schlafen, zu sich ins Schlafzimmer. Sie verweigerte das - doch er zog sie laut Gerichtsaussage auf das Bett. "Sie erinnerte sich, dass sie irgendwann anfing zu weinen, aber selbst dann hörte er nicht auf", erklärte Staatsanwalt James Haskell.
Opfer richtet Worte an den Täter
Vor der Urteilsverkündung trat die Frau mit einer persönlichen Erklärung vor Gericht. Sie sagte, der Vorfall habe "Schatten geworfen, wo eigentlich nur Licht sein sollte. Vier Jahre sind vergangen, seit du mich vergewaltigt hast. Ich werde dieses Wort nicht abschwächen, um es dir oder anderen leichter zu machen, es zu hören; es entspricht der Wahrheit deiner Taten. Ich bin immer noch hier, stehe immer noch aufrecht und hole mir immer noch jeden Teil von mir zurück, den du mir zu nehmen versucht hast. Was du mir angetan hast, endete nicht an jenem Tag. Es hat mich in meine Beziehungen verfolgt, in die Art, wie ich versuche zu vertrauen, in Momente, in denen Verbundenheit sich sicher anfühlen sollte, es aber nicht tut", las sie vor Gericht vor.
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